Nach einigen Wochen der Ungewissheit und dem Rückzug der bisher Verantwortlichen ist es nun amtlich: Die Basketballerinnen der DJK Don Bosco Bamberg starten auch in der kommenden Saison in der 2. Basketball-Liga.

Nach dem Abbruch der Saison im März hatte die Gesellschafterversammlung der DJK-Damenbasketball GmbH aufgrund der Corona-Krise die wirtschaftlichen Lage überprüft und Ende April im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung entschieden, das Teilnahmerecht an der 2. Liga nicht wahrzunehmen. Eine Initiatorengruppe der DJK um Ingmar Kühhorn und Kerstin Högen hat sich daraufhin bemüht, die in der Region vorhandenen Kräfte, die seit Jahrzehnten mit dem Damen-Basketball in Bamberg verbunden sind, zu bündeln. Mit Erfolg, denn zum Stichtag 31. Mai hat die DJK für die nächste Zweitligasaison gemeldet.

Neuaufbau mit Talenten

Beim Neuaufbau soll der Schwerpunkt vor allem auf junge Spielerinnen aus der Region gelegt werden. Zudem hofft die DJK aber auch, talentierte deutsche Nachwuchskräfte zu gewinnen, die in der 2. Liga Erfahrung sammeln wollen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, auch die Suche nach einem neuen Coach. Denn der bisherige Trainer Konstantin Hammerl hat sich als sportlicher Nachwuchsleiter dem Ligarivalen TS Jahn München angeschlossen. Gemeldet hat die DJK Don Bosco Bamberg auch wieder ein Team für die Nachwuchs-Bundesliga (WNBL), in dem Talente aus Bamberg und der Umgebung in der höchsten deutschen Spielklasse antreten werden und in der weiterhin der Nachwuchs für das Zweitligateam gefördert werden soll.

"Ein Stück Sportkultur"

"In Bamberg gibt es seit vielen Jahren Bundesliga-Damenbasketball, und wir wollen verhindern, dass ein Stück dieser Sportkultur verloren geht. Die Mädchen und jungen Damen trainieren im Leistungsbereich ähnlich viel wie die Herren, haben jedoch kaum eine Aussicht darauf, mit ihrem Hobby Geld zu verdienen. Wir setzen deshalb nicht auf Profis, sondern wollen einheimischen Spielerinnen eine realistische Plattform bieten, hochklassig zu spielen und gerade die jungen Nachwuchsspielerinnen fördern", erklärt Ex-DJK-Spielerin Högen.

Kühhorn ergänzt: "Die Jugendspielerinnen vor allem des SC Kemmern und der DJK Don Bosco sollen ihren Traum, einmal Bundesliga spielen zu dürfen, verwirklichen können. Bei beiden Vereinen opfern die Abteilungsleiterinnen Martina Förner und Johanna Beck seit vielen Jahren nahezu ihre gesamte Freizeit, um Mädchen zu fördern. Diesen Spielerinnen möchte man eine Perspektive bieten, deswegen soll es nicht passieren, dass der höherklassige Damenbasketball in Bamberg einfach wegbricht."red