Im zweiten Heimspiel der Saison ließ die Mannschaft von Trainer Ulf Schabacker der DJK/MJC Trier um die ehemalige Bambergerin Johnette Walker keine Chance. Ein 15:2-Blitzstart gab schnell die Richtung vor, am Ende stand vor 200 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle ein 83:46 (47:31) zu Buche.

Sieben Ballgewinne von Miller

Wie schon beim ersten Auftritt vor eigenem Publikum störten die Gastgeberinnen das Spiel des Gegners mit druckvoller und konsequenter Verteidigung bereits in seiner Entstehung. Alleine Jessica Miller verzeichnete - teils nach Einwürfen unter dem Trierer Korb - durch enormen Einsatz und kluge Antizipation sieben Ballgewinne. Nadjeschda Ilmberger (14 Rebounds), Lyndi Thorman (12) und Svenja Zeis (9) nutzten derweil ihre Längenvorteile und beherrschten klar die Bretter.
58 eingesammelte Abpraller gegenüber 18 auf Seiten der Moselstädterinnen, die mit der verletzten Leonie Edringer allerdings auch eine große Spielerin schmerzlich vermissten, sprachen eine deutliche Sprache. Dass der Erfolg letztlich nicht noch deutlicher ausfiel, lag hingegen am großzügigen Umgang der Bambergerinnen mit den Freiwurfchancen (9/23) und streckenweise auch dem Spielgerät (27 Ballverluste). "Von der Linie hatten wir heute keinen guten Tag und auch auf den Ball müssen wir besser aufpassen, gerade wenn es in den nächsten Wochen gegen stärkere Mannschaften geht", räumte Sandra Schrüfer nach bestandener Feuertaufe ein. Die 18-Jährige stand erstmals bei einem Pflichtspiel im DJK-Kader und feierte ihre knapp 18-minütige Zweitliga-Premiere.

Debüt von Sandra Schrüfer

Gemeinsam mit Katharina Gröger betrat sie nach fünfeinhalb gespielten Minuten das Feld und versenkte rund 180 Sekunden später ihren ersten Bundesliga-Dreier zum 26:13. "Ich war sehr aufgeregt vor dem Spiel. Mit meiner Einwechslung ist der Adrenalinspiegel noch weiter gestiegen. Es war schon etwas Besonderes, erstmals vor einer solchen Kulisse zu spielen. Ich denke, ich kann mit meinem Debüt zufrieden sein. Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann, aber ich freue mich, dass ich gleich zwei Treffer beisteuern konnte", bilanzierte Schrüfer nach einem gelungenen Einstand und einem klaren Sieg ihrer Mannschaft.
Während allen voran Johnette Walker an alter Wirkungsstätte den Rückstand der MJC-Damen bis zur Pause in Grenzen halten konnte, wurde die Angelegenheit nach dem Seitenwechsel zunehmend einseitiger. Mit 23:3 entschieden die Bambergerinnen den dritten Abschnitt zu ihren Gunsten und damit auch die Begegnung frühzeitig. Zwischenzeitlich mit einer rein deutschen Formation auf dem Parkett (Gröger, Schrüfer, Gut, Landwehr, Ilmberger), legte Headcoach Schabacker im Schlussviertel daher vor allem Wert auf eine ausgewogene Minutenverteilung.

Donnerstag im Pokal gefordert

Schon am Donnerstag wartet schließlich die nächste Aufgabe auf seine Damen. Im Rahmen der 2. Runde des DBBL-Pokals gastiert dann Ligakonkurrent Travel & Dream Jahn München um 20 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle. Auf Ligaebene geht es am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) weiter mit dem Derby beim mit drei Siegen und einer Niederlage gestarteten unterfränkischen Nachbarn Take-Off Würzburg. red

DJK Brose Bamberg: Miller (20), Thorman (16), Sokman (14), Ilmberger (13), Zeis (8), Schrüfer (5), Landwehr (3), Gröger (2), Münder (2), Dorberth, Gut, Lohneiß / DJK/MJC Trier: Walker (17), Genttner (9), Jodes (5), Sinka (5), Thieltges (5), Maerz (4), Basten (1), Antz