Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams der Fußball-Bayernliga Nord, DJK Gebenbach und Würzburger FV, empfängt die DJK Bamberg (8.) nach dem spielfreien Wochenende auf der heimischen Rudi-Ziegler-Sportanlage den bisher sehr launisch aufgetretenen Neuling ATSV Erlangen (13.) und will mit aller Macht in die Erfolgsspur zurückkehren.

Sowohl die 1:3-Niederlage beim Tabellenführer in Gebenbach als auch das in der Schlussphase zustande gekommene 0:2 im Heimspiel gegen die Würzburger musste seitens der Wildensorger einkalkuliert werden. Wichtig war, dass sie in beiden Partien ihre Leistungsfähigkeit abgerufen hatten und keinesfalls enttäuschten. Zudem heimsten sie sich großes Lob seitens des jeweiligen gegnerischen Trainers ein.

Gegen den Arbeiterturnverein aus Erlangen, der als Meister der Landesliga Nordost in die Bayernliga aufstieg (24 Siege und 97 geschossene Tore in 34 Spielen) und die harte Konkurrenz (TSV Buch und SC Feucht) hinter sich ließ, muss sich das Don-Bosco-Team auf einen unberechenbaren Kontrahenten einstellen, der nach wie vor seine Stärken in der Offensive besitzt. Mit dem verletzten 27 Jahre alten Togolesen Vignon Amegan (Achillessehnenriss) und dem gesperrten Ismail Yüce, der sich bei der 1:6-Heimpleite gegen Jahn Forchheim ein übles Foul leistete, das ihm vier Spiele Sperre einbrachte, sind zwei herausragende Torjäger nicht einsatzfähig.

Gerade der Ausfall des 25-jährigen Yüce, der zu Saisonbeginn vom Bezirksligisten Cagrispor Nürnberg zum Aufsteiger wechselte, nachdem er dort in den letzten fünf Jahren 114 Tore erzielt hatte, wiegt schwer. Doch mit dem Ex-Profi Ahmet Kulabas steht eine schillernde Figur und ein sogenannter "Unterschiedspieler", der sowohl als Sturmspitze als auch als "Zehner" einsetzbar ist, zur Verfügung.

52 Einsätze in der 3. Liga

Der 30-jährige Türke hat in seiner Vita 52 Drittligaeinsätze (fünf Tore) für Wacker Burghausen und den FC Heidenheim sowie 113 Regionalligapartien (54 Treffer) für Eintracht Trier und FC Nürnberg Amateure stehen und entstammt der guten Nachwuchsarbeit der Stuttgarter Kickers. Beim jüngsten 3:1-Erfolg in Ansbach trug er sich zweimal in die Torschützenliste ein, entpuppte sich nicht zuletzt deshalb als "Man of the Match" und führt mit vier Treffern zusammen mit seinen offensiven Nebenleuten Klaus Faßold (24 Jahre, 4 Tore) und Tim Ruhrseitz (24, 3) die interne Torschützenliste an.

Im dritten Jahr auf der Kommandobrücke des ambitionierten Erlanger Klubs steht mit dem erst 32 Jahre alten Kosovaren Shqipran Skeraj ein taktisch versierter Übungsleiter, der in seiner aktiven Zeit in 24 Spielen Zweitbundesligaluft für TuS Koblenz und Greuther Fürth schnupperte. Er moderiert einen Kader, der sich mit Akteuren aus acht verschiedenen Herkunftsländern zusammensetzt.

Schlechter Start

Nach schlechtem Start in die Saison trumpften die Skeraj-Schützlinge erstmals im Heimspiel gegen den TSV Aubstadt auf, der verdient mit 1:0 bezwungen wurde. Die Siege 2 bis 4 gelangen jeweils nach zuvor erlittenen Niederlagen gegen Abtswind (3:1), Würzburger Kickers II (3:0) und Ansbach, wo sie sich eindrucksvoll ihren ersten Auswärts-"Dreier" holten und dadurch den gefährdeten Rang 14 verließen.. Zudem steht für den ATSV noch eine Nachholbegegnung zu Hause gegen den TSV Großbardorf an.

Der Bamberger Coach Mario Bail wurde in seiner Einschätzung der Liga und Bewertung der Mannschaften zuletzt wieder bestätigt. "Die Bayernliga ist sehr ausgeglichen. Wir müssen alles abrufen, vor allem fehlerfrei spielen, um zu punkten." Die Bedeutung der sportlichen Auseinandersetzung mit dem ATSV weiß er einzuschätzen. Er geht von einem Vergleich auf Augenhöhe aus, zeigt sich aber optimistisch, drei wichtige Zähler einfahren zu können. "Wir wollen als geschlossene Einheit auftreten und überzeugen. Wir glauben an unsere Stärken und daran, dass wir erfolgreich sein werden."

Bail muss neben den Langzeitverletzten das Fehlen von Christopher Kettler (verletzt) und Johannes Jessen (beruflich verhindert) kompensieren. Die Erlanger Fußballer wollen sich ihrem Trainer mit einer guten Leistung für die Startelf für das drei Tage später anstehende Totopokal-Viertelfinale gegen den Sechsten der 3. Liga, SpVgg Unterhaching, empfehlen.

DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Fischer, Haaf, P. Hoffmann, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Strobler, R. Thomann, Trawally, Wunder