"Es war einfach nicht unser Tag", konstatierte FCE-Coach Petr Skarabela nach der Begegnung des FC Eintracht Bamberg am vergangenen Mittwoch bei Viktoria Aschaffenburg. Am Ende ging seine Mannschaft mit 0:4 vom Feld. "Es war für mich richtig enttäuschend, dass es die Mannschaft nicht geschafft hat, an die guten Leistungen der letzten drei Spiele anzuknüpfen. Es ist nur schade, dass wir uns in diesem Fall selbst geschlagen und geschadet haben", so der Trainer und spielt damit auf die Rote Karte gegen Florian Wenninger an. "Ohne Mut und Leidenschaft wird es schwierig, solche Spiele zu gewinnen. Daraus muss die Mannschaft eine Lehre ziehen."
Und dass sie aus der Pleite eine Lehre gezogen hat, kann sie bereits am heutigen Samstag (14 Uhr) gegen den TSV Rain am Lech im heimischen Bamberger Fuchs-Park-Stadion zeigen. Skarabela verspricht: "Gegen Rain steht eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz, die sich die verlorenen Punkte wieder zurückholen wird. Es geht weiter, wir müssen und werden eben nun eine neue Serie starten. Der TSV Rain verfügt über eine gute Mannschaft, die uns am Samstag bis zu den letzten Minuten alles abverlangen wird. Nach der unnötigen Niederlage am Mittwoch in Aschaffenburg hat meine Mannschaft einiges gutzumachen. Ich erwarte auf dem Platz von den Spielern die richtige Antwort. Das sind drei Punkte, die wir ganz dringend brauchen, um den Anschluss nicht zu verlieren."

Etwas bescheidener fällt der Wunsch hinsichtlich der Punkteausbeute auf der Gegenseite aus: "Unser Minimalziel, einen Punkt gegen Frohnlach zu holen, haben wir mit dem 1:1 erreicht. Jetzt wäre es aber natürlich wichtig, gegen Bamberg nachzulegen. Wir haben schon einmal einen Auswärtsfluch in Bamberg beendet. Vielleicht gelingt uns das ja auch dieses Jahr wieder", so TSV-Coach Tobias Luderschmid.

Allerdings spricht die bisherige Auswärtsbilanz seines Teams nicht zwanghaft für einen Erfolg - und sei es nur ein Punkt. Auswärts gelang bis heute erst ein Sieg (2:0 bei der SpVgg Bayern Hof) bei keinem Remis und sechs Niederlagen. Insgesamt stehen nach 15 Partien sieben Siege, ein Unentschieden und sieben Niederlagen zu Buche. Mit 22 Zählern belegt der TSV momentan den neunten Platz der Fußball-Regionalliga Bayern. Das Saisonziel - der Klassenerhalt - liegt damit im Rahmen des Möglichen. Und um nichts anderes geht es auch für die Domstädter, die in der Begegnung mit dem TSV Rain zwar neben dem gesperrten Wenninger, den verletzten Torhütern Bach und Muckelbauer auch auf Stefan Karl, Markus Fischer und Tobias Seifert verzichten müssen, jedoch wiederum auf Florian Pickel und Kevin Kühnlein setzen dürfen, die beide in Aschaffenburg gelb-gesperrt fehlten. Der am Dienstag in einem Blitztransfer nach Bamberg gewechselte Mirza Mekic hat bei seinem halbstündigen Einsatz in Aschaffenburg seine Defensivqualitäten angedeutet und dürfte für den verletzungsgeplagten FCE eine echte Verstärkung sein.