Nach vier Spielen in der Fremde darf der FC Eintracht Bamberg 2010 in der Fußball-Bayernliga Nord im heimischen Fuchs-Park-Stadion auflaufen. Am Dienstag (19 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer Norbert Schlegel den SC Feucht.
Der Aufsteiger belegt in der Tabelle den zehnten Rang und darf mit seinem bisherigen Abschneiden durchaus zufrieden sein. In zwölf Partien gelangen der Elf um Coach Klaus Mösle fünf Siege und zwei Unentschieden. Fünfmal musste man sich dem Gegner geschlagen geben. Mit 23 Treffern gehören die Feuchter zu den offensivstärkeren Mannschaften der Bayernliga. Eine Erfolgsserie mit drei Begegnungen ohne Niederlage ging jüngst mit dem 0:3 gegen die SpVgg SV Weiden zu Ende.
Die Bamberger hingegen konnten in der Ferne ihr Punktekonto nicht aufbessern.
Nach dem Derbysieg bei der DJK Don Bosco Bamberg holten sie in Großbardorf ein Remis und mussten sich dem FC Sand und zuletzt dem Tabellenführer Eichstätt mit 3:5 geschlagen geben - was den Druck auf die Mannschaft in den anstehenden Heimspielen nicht geringer werden lässt. Schlegel haderte nach der Partie beim VfB vor allem mit den Gegentreffern: "Wir haben fünf Tore kassiert, davon drei, die leicht vermeidbar gewesen sind. Mir ist vor dem Spiel Jerundow mit Rückenproblemen ausgefallen. So habe ich die Mannschaft nicht so anordnen können, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Ich habe keinen Innenverteidiger mehr gehabt und dann Pascal Niersberger hinten reingestellt, somit hat die Aufstellung offensiver gewirkt, als ich das wollte."
Der FCE-Coach sieht auch Positives: "Nach dem 0:1 haben wir das Spiel zu einem 2:1 gedreht. Wir haben das gut gemacht, nach dem Rückstand war kein Bruch im Spiel. Wir haben mutig weiter und nach vorne gespielt. Aber: Du kriegst fünf Stück. Da müssen wir auch ergebnisorientiert denken, vor allem, weil drei Gegentore vermeidbar waren. Wir wurden in Eichstätt nicht auseinandergenommen, sondern haben selbst einen großen Teil zu diesem Ergebnis beigetragen. Man muss sich anschauen, wie viele Gegentore und auch welche wir bekommen. Sicherlich erzielen wir vorne selbst unsere Tore, aber wir ermöglichen dem Gegner zu viel." Hierin sieht Schlegel die größte Baustelle. Für die Defensive gelte es, die Fehlerquote gering zu halten. Auch mit Blick auf das Spiel gegen den SC Feucht und dessen Torjäger vom Dienst. Sebastian Schulik erzielte bei zwölf Einsätzen bisher 13 Treffer für sein Team.
Schlegel ist gewarnt: "Die Feuchter haben nicht nur einen guten Stürmer, der viel arbeitet für seine Mannschaft, sondern auch einen erfahrenen Spieler in der Innenverteidigung und einen guten Sechser. Das funktioniert bei denen mit dieser Achse." Wie die Bamberger Achse gegen den SC aussehen wird, ist noch fraglich. Unsicher ist, ob Johannes Trautmann auflaufen wird, der zuletzt krankheitsbedingt fehlte. Ein Fragezeichen steht auch hinter einem Einsatz von Andre Jerundow. In jedem Fall verzichten muss Trainer Schlegel auf seinen Kapitän Victor Gradl, der wegen einer Bänderverletzung pausiert, sowie auf vier Torhüter. Den Bamberger Kasten wird wie in Eichstätt Jugendtorwart Benedikt Hoh hüten.
FC Eintracht Bamberg 2010: Hoh, Retzlaff - Altwasser, Jerundow (?), Mekic, Schäferlein, Spieß - Göbhardt, Haas, Ljevsic, Niersberger, Schäffler, Schraufstetter, Strohmer, Trautmann (?) - Görtler, Kane, Seybold