Die Erfolgsserie des FC Eintracht Bamberg 2010 ist auch 2012 im dritten Spiel nach der Winterpause nicht gerissen. Mit 3:2 besiegte die Mannschaft von Trainer Christoph Starke am Samstag vor 421 Zuschauern im Fuchs-Park-Stadion den SV Heimstetten und machte in der Tabelle der Fußball-Bayernliga weiter Boden gut.
"Wir haben uns schwer getan, in das Spiel zu kommen", so sah es Starke richtig. Nachdem die Gäste gleich nach dem Anpfiff durch Gianluca Simari eine erste Gelegenheit verbucht hatten, war es in der 7. Min. wiederum Simari, der es diesmal besser machte und mit seinem Treffer nach einem Zuspiel von Dominik Schmitt für einen frühen Rückstand der Bamberger sorgte. Die Hausherren benötigten einige Zeit, um ihrerseits ins Spiel zu kommen. Alexander Deptalla vergab nach einer Viertelstunde den Ausgleich per Kopf nach einer Flanke seines Sturmpartners Peter Heyer. Christoph Kaiser verpasste nach einem schönen Freistoß von Florian Pickel nur um Haaresbreite. Auch die Gäste versteckten sich nicht und kamen durch Orhan Akkurt und Simari zu weiteren Chancen.
"Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, haben uns aber nach 30 Minuten gefangen", resümierte Christoph Herl. Und tatsächlich drückten er und seine Kollegen die Gäste fortan in deren eigene Hälfte. Vergab Heyer nach einem Eckball noch per Kopf, war in der 34. Min. Kaiser zur Stelle und drückte ebenfalls nach Eckball von Florian Pickel auch per Kopf das Leder über die Linie. Und nach diesem verdienten Ausgleich blieben die Bamberger am Ball. Chancen für Heyer und Herl waren bis zum Seitenwechsel die Folge.
Nach der Pause war es die ersatzgeschwächte Mannschaft von Coach Starke, die als erste wieder auf dem Platz stand und in den zweiten 45 Minuten keinen Zweifel aufkommen ließ, auch dieses Spiel gewinnen zu wollen. "Da haben wir uns schöne Torchancen erarbeitet, diese aber zunächst nicht konsequent genutzt", haderte Starke mit der Chancenverwertung: Heyer, Florian Pickel, Michael Ludwig, Thomas Dotterweich und Deptalla vergaben - teilweise mehrfach - eine Führung für den FCE, die aufgrund des Übergewichts, das sich die Starke-Elf im zweiten Durchgang erarbeitete, vollauf verdient gewesen wäre.
Der SV Heimstetten hatte dem Bamberger Ansturm wenig bis nichts mehr entgegenzusetzen und ließ sich in seiner eigenen Spielhälfte regelrecht einschnüren. Lediglich Standards, die allerdings allesamt zu harmlos blieben, sorgten für Entlastung. Erst in der 72. Min. belohnten sich die Gastgeber für eine couragierte Leistung. Herl setzte sich sehenswert im Strafraum durch und markierte das längst fällige 2:1. Doch damit nicht genug: Zehn Minuten später war es Florian Pickel, der nach einer herrlichen Kombination, in der die Heimstettener beinahe schwindlig gespielt wurden, zum 3:1 traf. Während dieses noch bejubelt wurde, konnten sich die Bamberger bei ihrem Schlussmann Julian Bach bedanken, dass der SVH nicht im direkten Gegenzug den Anschlusstreffer erzielte.
In der 90. Min. aber war auch Bach machtlos: Hatte er zunächst noch gut gegen Christopher Oretan pariert, so stellte dieser im Nachschuss den 3:2-Endstand her. "Das 3:2 darf nicht passieren", ärgerte sich Herl. Sein Trainer nahm es gelassen: "Das war ein Schönheitsfehler. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen - wie sie nach dem Rückstand zurückgekommen ist, das war klasse." Klasse war vor allem auch, dass es den Bamberger gelungen ist, die Ausfälle der Leistungsträger Johannes Bechmann und René Finnemann sowie von Markus Fischer zu kompensieren. Doch eben daran hegte Starke im Vorfeld keinen Zweifel: "Genau für solche Situationen brauchst du einen Kader, der stark genug ist."

FC Eintracht Bamberg 2010: Bach - Ludwig, J. Pickel (80. Karl), Gradl, Herl, F. Pickel (83. Wirth), Kaiser, Kettler, Dotterweich, Deptalla (86. Ribeiro), Heyer / SV Heimstetten: Lehner - Löppert (65. Paul), C. Schmitt, Akkurt, Oretan, D. Schmitt, Simari, Heigermoser (46. Ünver), Mayer (46. Moll), Toy, Steinacher / SR: Söllner (Aidhausen) / Zuschauer: 421 / Tore: 0:1 Simari (7.), 1:1 Kaiser (34.), 2:1 Herl (72.), 3:1 F. Pickel (82.), 3:2 Oretan (90.) / Gelbe Karten: Ludwig / Steinacher