Drei Bamberger TSG-Fechter machten sich auf nach München. Zusammen mit 19 weiteren Fechtern aus allen Ecken des Freistaates trafen sie sich zu den bayerischen Juniorenmeisterschaften (Jahrgänge 1993 bis 1998) der Florett-Fechter.
Schon während der Vorrunde zeigt sich, dass es nicht nur wegen der Temperaturen in der Halle ein heißer Tag werden würde, so umkämpft waren die Gefechte. Der älteste der TSG-Fechter, Robert Vantaggiato, erwischte keinen guten Tag. Er musste schon nach der Vorrunde die Segel streichen und belegte Platz 19. Besser machte es Elias Hänsel, der sich mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen für die Direktausscheidung qualifizierte. Dort war nach zwei Niederlagen, eine davon gegen den späteren Turniersieger Jonas Heindl aus Fürth, Schluss. Platz 15 bedeutet trotzdem ein gutes Resultat und brachte ihm die ersten Punkte für die Juniorenrangliste des nächsten Wettkampfjahres.
Auch Maximilian Bauer, mit zwei Teilnahmen bei deutschen Meisterschaften der B- und A-Jugend der erfahrenste TSG-Fechter, erwischte nur eine durchwachsene Vorrunde mit drei souveränen Siegen, aber auch zwei vermeidbaren Niederlagen. Im ersten Endrundengefecht setze es eine unglückliche Niederlage in der Verlängerung, so dass es im Hoffnungslauf weiterging.
Nun allerdings schien er seinen Rhythmus gefunden zu haben, denn ab dem nächsten Gefecht gewann er ungefährdet auch gegen Gegner, die ihm der Vorrunde noch überlegen waren. Selbst im Viertelfinale konnte er sich nach zwischenzeitlichem Rückstand gegen einen Fechter des Leistungsstützpunktes München knapp, aber verdient mit 15:13 Treffern durchsetzen. Die abschließende Niederlage gegen den vier Jahre älteren und 20 cm größeren Johannes Dennemarck aus Fürth war zu verschmerzen, denn mit dem geteilten dritten Platz 3 erreichte er - noch A-Jugendlicher - im ersten von drei Wettkampfjahren dieser Alterklasse ein vorher nie erwartetes Ergebnis bei den bis zu fünf Jahren älteren Junioren.
Auch im Mannschaftswettbewerb errangen die drei TSG-Fechter eine Bronzemedaille mit einem 45:39 gegen die Mannschaft aus Bad Reichenhall. Am morgigen Sonntag kann man die TSG-Fechter in Bamberg im Einsatz sehen. Dann finden ab 9 Uhr in der städtischen Sporthalle am Georgendamm die dritten "Bamberger Klingenspiele" statt. Gemeldet sind neben den Bamberger Lokalmatadoren und ihren oberfränkischen Mitstreitern erstmals Fechterinnen und Fechter aus Tauberbischofsheim, Würzburg und Nürnberg. Der Eintritt ist frei.