Mit einer 75:86-Niederlage kehrte die WNBL-Mannschaft vom Team Oberfranken am Wochenende aus München zurück. Trotz einer starken Leistung konnten die Mädels von Trainerin Kathrin Gut bei der Friendsfactory Jahn München nicht bestehen.

Bis zur 6. Minute gestalteten die Fränkinnen das Spiel ausgeglichen (15:12). Insbesondere über die großen Positionen klappte es sehr gut. Laura Nadolski erzielte sechs ihrer 14 Punkte und auch Saskia Behringer erwischte einen guten Tag.

Doch dann kam ein Bruch im Spiel des Team Oberfranken und München setzte sich bis Ende des 1. Viertels schon vorentscheidend auf 28:16 ab. Alle folgenden Viertel gestalteten die Oberfränkinnen ausgeglichener. Mit Volldampf war man im zweiten Viertel schnell wieder auf sechs Punkte an den Münchnerinnen dran, bevor diese einen 9:0-Lauf dagegensetzten.

Das junge Team von Coach Gut musste stets hart für die Punkte arbeiten, während dem Gastgeber viele leichte Körbe gestattet wurden. Beim Stand von 51:36 ging es in die Kabinen, wo die richtigen Worte gefunden wurden, denn die Oberfranken legten danach mit einem 10:0-Lauf los wie die Feuerwehr.

Die Münchnerinnen bekamen Foul-Probleme, das Team Oberfranken stand immer wieder an die Freiwurflinie. Allerdings wurden nur 22 von 40 Würfen von der Linie verwandelt, was eine mögliche Überraschung nicht leichter machte. Zudem konnte man auf Münchner Seite die Topscorerin Hustert mit 31 Punkten kaum halten.

Den Schlussabschnitt entschieden die Fränkinnen sogar mit 18:14 für sich, aber die 75:86-Niederlage war dennoch nicht mehr abzuwenden. Bedenkt man aber, dass das Team Oberfranken das mit Abstand jüngste Team in der weiblichen WNBL stellt, so sieht man doch das große Potenzial, das in diesem Team steckt und darf sich bei dieser deutlichen Aufwärtsentwicklung in den letzten Spielen schon jetzt auf die neue Saison freuen, wo man sicherlich die Ernte für diesen kontinuierlichen Entwicklungsprozess einfahren wird.