Die Tennis-Herren des TC Bamberg haben den Aufstieg in die Regionalliga knapp verpasst. Am letzten und entscheidenden Spieltag unterlag die Mannschaft dem Favoriten RB Regensburg in strömendem Regen deutlich mit 2:7 und beendete somit die Saison in der Bayernliga Nord als Tabellenzweiter, ebenso wie die Damen, die gegen den 1. FC Nürnberg vor den Doppeln, die noch ausgespielt werden müssen, uneinholbar mit 6:0 vorne liegen.

Team und Zuschauer waren trotzdem zufrieden mit der Saisonleistung der TCB-Topmannschaft. Der Vereinspräsident Axel Tschache beschrieb die Stimmung im Hain: Man habe der Mannschaft wegen der tollen Saison und des Teamgeists den Sieg gewünscht; dennoch sei man trotz der leider zu deutlich ausgefallenen Niederlage sehr stolz auf den zweiten Tabellenplatz. "Der Regengott hat es schon nicht gut mit uns gemeint, und der ,Gott des Match-Tiebrakes‘ war uns auch nicht wohlgesonnen", erklärte Tschache mit einem Augenzwinkern.
Schon zu Beginn standen die Zeichen bei den Herren auf Turbulenz: der Spielbeginn musste wegen heftigen Regens auf 11.30 Uhr verschoben werden, und auch später mussten die Spieler immer wieder eine Zwangspause einlegen. Dennoch hatten zahlreiche Zuschauer den Weg in den Hain gefunden, um die Bamberger zu unterstützen.

Wie gewohnt starteten Dominic Hejhal, Moritz Starke und Simon Spano die erste Einzelrunde. Während Hejhal und Spano den ersten Satz gewannen, lief es für Starke nicht so gut. Gegen den starken Jan Riha verlor er klar in zwei Sätzen (1:6, 1:6). Aber auch bei Hejhal und Spano wendete sich das Blatt. Spano, der gegen Andreas Trägner spielte, konnte sein hohes Niveau aus dem ersten Satz (7:5) nicht halten und musste den zweiten mit 3:6 abgeben. Im Match-Tiebreak spielte er zwar mutig, machte aber den einen oder anderen Fehler zuviel. Am Ende hieß es 8:10 und Regensburg lag mit 2:0 in Führung.


Zweier-Partie als Krimi



Ein Krimi war die Zweier-Partie von Dominic Hejhal gegen Christian Lichtenegger. Im Tie-Break des zweiten Satzes führte Hejhal mit 4:3. Lichtenegger, dem die nassen und langsamen Bedingungen anscheinend sehr lagen, drehte aber den Tie-Break (7:5) und war auch im Match-Tiebreak der ruhigere und sicherere Spieler. Er verwandelte seinen ersten Matchball zum 10:7.

Nachdem auch Max Hofmann gegen den Österreicher Manuel Pröll trotz wie immer großem Einsatzes in zwei Sätzen verloren hatte, war der Sieg für Regensburg fast perfekt. Nur die TCB-Routiniers Alex Tisch und Andreas Tattermusch konnten noch auf einen Sieg hoffen. Während der an Position 1 gesetzte Tattermusch gegen den Polen Mateusz Kowalczyk schnell mit 0:4 zurücklag, gewann Tisch an Nr. 5 den ersten Satz gegen Stefan Lobmeyer. Dann musste aber aufgrund der Regengüsse endgültig abgebrochen werden: Nach zweistündiger Pause ging es in der Halle weiter. Auch hier zeigte sich die Stärke der Regensburger. Stefan Lobmeyer ging selbstbewusst in den zweiten Satz und breakte Tisch zur Führung und zum Satzgewinn (5:7). Im Match-Tiebreak wirkte er solider und sicherer. Um 19.30 Uhr verwandelte er nach neuneinhalb Stunden Gesamtspielzeit den ersten Matchball für Regensburg zum 5:0-Endstand. Die letzte Einzelpartie von Andreas Tattermusch und Mattheus Kowalczyk wurde beim Stand von 2:5 im ersten Satz abgebrochen. Somit kehren die Regensburger nach nur einem Jahr in die Regionalliga zurück. Der TCB ist Vizemeister.


TCB-Damen siegen hochverdient



Einen hochverdienten Sieg gab es zeitgleich für die TCB-Damen gegen den 1. FC Nürnberg. Um sich den zweiten Tabellenplatz zu sichern, brauchten die Bambergerinnen unbedingt einen Erfolg. Und so zeigte das Team um Mannschaftsführerin Jitka Schmitt von Beginn an eine konzentrierte und starke Leistung. 1:0 hieß es nach Schmitts (ein)druck(s)vollem 6:0 und 6:2 gegen ihre tschechische Namensvetterin Jitka Gavdunova. Caroline Luther an Nr. 4 erhöhte wenig später gegen Valeska Ibscher auf 2:0 (6:2, 6:4). Julia Angermann sorgte an Position 6 dafür, dass nach der ersten Runde die Vorentscheidung bereits gefallen war: Mit 3:6, 6:2 und 10:6 gewann sie gegen Lara Schmidt. Auch die zweite Einzelrunde verlief für die TCBlerinnen erfolgreich: Alexandra Schunk auf der 5 bezwang Sophia Mejerovits mit 6:2, 6:3; und Julia Graf an 3 feierte gegen Raffaela Wenzel ihren ersten Sieg in dieser Saison (6:3, 7:6). Stark war das Comeback von Sophia Geier im Spitzeneinzel gegen Marina Hruba. 2:6 hieß es im ersten Satz, und auch im zweiten lag die Bambergerin zunächst zurück. Mit einer konzentrierten Leistung gelang es ihr aber, den zweiten Satz zu drehen (7:5). Mit 10:7 im Match-Tiebreak holte sie einen wertvollen Sieg. Die Doppel wurden wegen des Dauerregens verschoben, haben aber für die TCB-Damen beim Gesamtstand von 6:0 nur noch statistischen Wert. Damit belegen auch die TCB-Damen Platz 2.