Zum offiziellen Saisonauftakt in der Kegler-Bundesliga empfängt der TSV Breitengüßbach am Freitag (19 Uhr) den Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck in den Frankenstuben. Neben Sportdirektor Harald Seitz werden weitere Verbandsfunktionäre und Vertreter von anderen Ligakonkurrenten zum Eröffnungsspiel erwartet. Für beide Mannschaften steht gleich ein richtungweisendes Duell auf dem Programm, bei dem es auch zum Wiedersehen mit dem langjährigen Güßbacher Leistungsträger Michael Seuß an seiner alten Wirkungsstätte kommen wird.
Nach der Sommerpause rollen wieder die Kugeln in den Bundesligen, umso erfreulicher war die Nachricht für den TSV Breitengüßbach vor wenigen Wochen, dass er den Zuschlag für das Eröffnungsspiel der Saison 2016/17 von Spielleiter Robert Rammler erhalten hatte.
"Wir freuen uns riesig, dass wir gleich in unserem zweiten Jahr im Oberhaus die Möglichkeit erhalten haben, den Bundesligaauftakt in unseren heimischen Frankenstuben austragen zu dürfen. Ich denke, dass wird ein ganz besonderes Spiel für alle Akteure. Dazu kommt, dass mit Michael Seuß ein langjähriger Weggefährte des TSV wohl sein verdientes Bundesligadebüt gegen seinen alten Heimatverein geben wird. Besser hätte man das Drehbuch für den Ligaauftakt eigentlich nicht schreiben können, womit die hoffentlich zahlreichen Zuschauer wohl ein spannendes Duell auf Augenhöhe erleben dürften", sagt TSV-Kapitän Tobias Stark.
Die Favoritenrolle ist schwer zu vergeben, denn beide Kader haben sich in der Sommerpause noch einmal deutlich verändert. Die Mittelfranken mussten mit Urgestein Uwe Dirian einen ihrer stärksten Spieler ersetzen. Sie versuchten, diese Lücke mit der Verpflichtung von Seuß sowie des Regionalligaspielers Gökhan Idrisoglou aus Häusling zu schließen.
Aber auch die TSVler mussten mit Christian Wilke (SKC Victoria Bamberg) und Zoltan Hergeth (SKC Staffelstein) zwei Leistungsträger an Ligakonkurrenten abgeben. Mit Robin Parkan vom tschechischen Erstligisten KK PSJ Jihlava konnte man jedoch einen erfahrenen Mann für die neue Saison verpflichten, der auch schon für Straubing in der 1. Liga aktiv war. Das Güßbacher Bundesligateam komplettiert Routinier Markus Löhnert, der im letzten Jahr auf den Einsatz im Oberhaus verzichtet hatte, jetzt aber wieder zur Verfügung steht.
Der Heimvorteil und die Erfahrung aus der abgelaufenen Saison könnten für den TSV das Zünglein an der Waage sein, wenn es zum Duell mit den sicherlich euphorischen Aufsteigern aus Erlangen kommt. Diese sehen sich selbst laut Spielertrainer Steffen Habenicht zwar in ihrer Premierensaison zusammen mit ihrem Mitaufsteiger Rudolstadt als mögliche Abstiegskandidaten, wollen aber dennoch gleich zum Ligaauftakt in Breitengüßbach versuchen, bei einem weiteren direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt Punkte zu entführen.


SKC Victoria Bamberg mit vier Heimspielen

Mit Heimspielen auf den Bahnen des Sportparks Eintracht starten die vier Spitzenteams des SKC Victoria Bamberg in die neue Kegelsaison. Am Samstag (13 Uhr) empfangen die Bamberger Erstliga-Herren das Überraschungsteam der Vorsaison, KRC Kipfenberg. Um 15.30 Uhr geht es für die Herren II in der 2. Liga Nord/Mitte gegen den Bundesliga-Absteiger FEB Amberg. Am Sonntag (13 Uhr) kommt es bereits zu einem Spitzenspiel der Damen-Bundesliga, wenn der KC Schrezheim in Bamberg gastiert. In der 2. Damen-Liga Mitte erwartet der SKC Victoria II um 15.30 Uhr Blau-Weiß Lauterbach.


Bundesliga, Herren

SKC Victoria Bamberg - KRC Kipfenberg
Wie der SKC hatten auch die Kipfenberger nur eine Änderung zu verzeichnen. Den KRC verstärkt Alexander Stephan, der vom Ligakonkurrenten Schwabsberg kam, während bei der Victoria mit Christian Wilke vom TSV Breitengüßbach ein weiterer junger Spieler aus der Region den Vizemeister verstärkt. Ein Pluspunkt für die Bamberger dürfte der Heimvorteil sein. "Der erste Spieltag ist nie einfach. Ich muss bei der Auswahl meiner Spieler ein glückliches Händchen haben, damit wir erfolgreich starten können. Die Kipfenberger haben letzte Saison bereits gute Leistungen erzielt und dürfen nicht unterschätzt werden", sagt SKC-Trainer Bela Csanyi.


2. Liga Nord/Mitte, Herren

SKC Victoria Bamberg II - FEB Amberg
Mit Thomas Müller vom Polizei-SV Bamberg hat die SKC-"Zweite" einen U23-Spieler mit Potenzial gewonnen. Die Amberger dürften als Bundesliga-Absteiger zu den Titelfavoriten zählen, haben sie ihren Kader doch erweitert. Zu Hause kann das junge SKC-Team gegen jede Mannschaft aus der 2. Liga punkten. "Wir kennen den Gegner und wissen, dass er über gute Spieler verfügt. Wenn wir die Heimleistungen aus der letzten Saison wiederholen, können wir auch gegen Amberg bestehen", ist sich U23-Nationalspieler Christopher Wittke sicher.


Bundesliga, Damen

SKC Victoria Bamberg - KC Schrezheim
Zum Auftakt treffen die besten vier Teams der Vorsaison aufeinander. Der deutsche Meister SKC Victoria empfängt den Vorjahresdritten KC Schrezheim. "Nach der Vorbereitung wünscht man sich zu Beginn eigentlich immer einen leichten Gegner, um locker in die Saison zu starten, doch mit dem KC Schrezheim kommt gleich ein Schwergewicht der Liga nach Bamberg. Wir werden von der ersten Kugel an voll gefordert sein und müssen auf der Hut sein. Ziel ist natürlich ein Heimsieg, aber dafür müssen wir sicher alles in die Waagschale werfen", sagt die Bamberger Kapitänin Daniela Kicker. Für die Victoria-Keglerinnen ist ein erfolgreicher Start sehr wichtig, da am nächsten Spieltag bereits das Duell gegen den Vizemeister KV Liedolsheim auf dem Plan steht. "Wir müssen uns mit einem Sieg Selbstvertrauen für das nächste schwere Spiel holen, ohne aber den Fokus auf die Partie gegen Schrezheim zu verlieren. Die Startphase in die Saison ist alles andere als einfach, aber wenn wir diese erfolgreich überstehen, kann es eine gute Saison werden", so Teambetreuerin Sabrina Walter.


2. Liga Mitte, Damen

SKC Victoria Bamberg II - Blau-Weiß Lauterbach
Während die Lauterbacherinnen bereits ihr erstes Spiel bei Bavaria Karlstadt mit 2:6 verloren, pausierten die Bambergerinnen nochmals. Der gastgebende Titelverteidiger der 2. Liga Mitte gilt auch in dieser Saison wieder als Meisterschaftsanwärter Nr. 1. Dieser Favoritenrolle möchte der SKC Victoria II erneut vom Start weg gerecht werden. Lauterbach besitzt in Bamberg nur Außenseiterchancen auf etwas Zählbares. Dennoch will man den Gegner zu Saisonbeginn nicht auf die leichte Schulter nehmen.