In der für beide Mannschaften so wichtigen Partie ums Überleben in der Fußball-Bayernliga Nord lähmte die Angst die Beine der Akteure: in der ersten Halbzeit ganz deutlich die der Hausherren aus Selbitz, im zweiten Durchgang die der Spieler aus Hollfeld. Durch die Hereinnahme von Christopher Kuhnlein und Kristian Schmidt konnten die Blau-Weißen einen kleinen Tick mehr zulegen, der Lucky-Punch wollte aber nicht mehr gelingen - wäre aber auch nicht gerecht gewesen. Die Mannen von Trainer Michael Voigt scheuten sich gegen die auf Konter lauernden Gäste davor, ein höheres Risiko zu gehen. So stand am Ende ein leistungsgerechtes 0:0, das Hollfeld letztendlich mehr nützen könnte, weil der ASV bei derzeitigem Punktgleichstand von 35 Zählern den direkten Vergleich für sich entschieden hat.

SpVgg Selbitz - ASV Hollfeld 0:0

Die Mannen von Michael Voigt verkrampften im
ersten Durchgang zusehends und überließen den anfangs wesentlich mutiger auftretenden Gästen zu viel Raum im Mittelfeld. Angetrieben von Hillemeier und Dießenbacher erarbeitete sich Hollfeld die größeren Feldvorteile und kam durch den brandgefährlichen Daniel Heißenstein zu mehreren Fernschüssen, bei denen Torwart Sascha Prell sein ganzes Können aufbieten musste, um eine Gästeführung zu verhindern. Vor allem in der 7. und 24. Minute war der agile Hollfelder Angreifer seinem Ziel sehr nahe. Prell konnte beide Bälle gerade noch zur Ecke abwehren.
Bei Selbitz konnten sich Markus Bächer und Daniel Sam gegen ihre robusten Verteidiger nur selten durchsetzen. Echte Torchancen der Hausherren waren in Durchgang eins Fehlanzeige. Lediglich ein zur Ecke abgefälschter Schuss von Elbl (4.) und ein geblockter Schuss von Hermann (30.) schlugen zu Buche. Hermann nahm den langen Diagonalball von Gabler zwar schön mit der Brust herunter, zögerte mit seinem Dropkick aber einen Tick zu lang.
Michael Voigt reagierte zur Halbzeit, brachte Schmidt im zentralen Mittelfeld und Kuhnlein auf der rechten Außenbahn. Die noch immer leicht angeschlagenen Geupel und Kura mussten weichen. Fortan übernahmen die Hausherren das Kommando. Nach Eckball von Kuhnlein (53.) verfehlte Sebastian Wirth mit einem Kopfball das Tor nur um Haaresbreite. Ein verdeckter Distanzschuss (57.) von Busse zischte einen Meter am linken Torwinkel vorbei. Auch Gabler sollte mit einem Freistoß von der rechten Strafraumgrenze nur um wenige Zentimeter scheitern. Sein Ball wurde unglücklicher Weise noch leicht abgefälscht.
Die größte Chance vergab Daniel Sam nach einer Ecke von links, die er selbst mit einem abgefälschten Flachschuss erzwungen hatte: Freistehend am Fünfmeterraum setzte er aus spitzem Winkel einen Schlenzer an, der 20 Zentimeter über die Latte strich. Auch Kuhnlein sollte in der 78. Minute nur das Außennetz treffen, nachdem er sich am rechten Strafraumeck gekonnt um seinen Gegenspieler gedreht hatte. Hollfeld hatte im zweiten Durchgang nur eine gute Möglichkeit - durch einen Freistoß von Massak (72.), der wie alle Bälle in diesem Spiel knapp vorbeiging.