Mit dem überraschenden 70:61-Erfolg beim Spitzenteam in Heidelberg sicherten sich die Baunach Young Pikes vor 832 Zuschauern den ersten Auswärtssieg der Saison und liegen nach dem vierten Spieltag mit einem ausgeglichenen Punktekonto im Mittelfeld der 2. Basketball-Liga ProA.

Den Baunachern gelang gleich ein guter Start (4:0). Henri Drell baute mit vier Punkten die Führung in der 8. Minute auf 17:8 aus. Auffällig war in dieser Phase, dass die Young Pikes mit gutem Teamplay zu Körben kamen, während die Gastgeber, die letzte Woche pausieren mussten, überwiegend mit Einzelaktionen agierten. Der Gast dominierte auch die Rebounds im ersten Abschnitt (11:6). Seric baute mit der Sirene die Führung nach zehn Minuten auf 24:15 aus.

Dann schlichen sich aber einige Leichtsinnsfehler ins Spiel ein, und die Gastgeber verkürzten durch Ely, der bis zur Pause schon elf Punkte erzielt hatte, auf 24:34. In den letzten Minuten vor der Pause kamen die Schützlinge von Felix Czerny und Mario Dugandzic zwar häufiger an die Freiwurflinie, doch mit einer schwachen Quote von 44 Prozent (sieben Treffer bei 16 Versuchen) ermöglichten sie es den Academics, bis zur Halbzeit die Partie wieder völlig offen (32:37) zu gestalten, obwohl Baunach weiterhin die Bretter vor allem durch Leon Kratzer (10) kontrolliert (15:22 Rebounds) hatte.

Auch nach dem Wechsel kamen die Oberfranken hellwach aus der Kabine.Kratzer erhöhte den Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich auf47:36 (23.). Marvin Heckel, der immer wieder mit Tempo zum Korb zog, transportierte die Führung bis zur 25. Minute (51:40). Dann aber kam Heidelberg wieder heran, und nach einigen Baunacher Ballverlusten war das Spiel nach dem dritten Viertel (50:53) wieder auf des Messers Schneide.

Erst in der Schlussphase gelang es William McDowell-White mit einem Freiwurf den Vorsprung auf fünf Punkte (63:58) etwas auszubauen. Als Kristian Kullamäe 130 Sekunden vor Schluss einen Dreier zum 66:58 nachlegte, lag die Überraschung in der Luft. Zwar kamen die Gastgeber noch einmal näher heran, den völlig verdienten und viel umjubelten Erfolg der Baunacher aber konnten sie nicht mehr in Gefahr bringen.

Coach Czerny analysierte: "Heidelberg hat zwei Wochen nicht gespielt, das kann ein Vorteil sein oder auch nicht. Wir standen voll im Saft, haben einen guten Rhythmus und uns kontinuierlich in der Saison gesteigert, es allerdings zum Ende der ersten Halbzeit nicht geschafft, uns abzusetzen. Im dritten Viertel haben wir dann die Stärke Heidelbergs gespürt. Ich bin stolz, dass wir als junge Mannschaft diesem Druck auswärts widerstehen konnten."red MLP Academics Heidelberg: Ely (15 Punkte/1 Dreier), Heyden (12), Palm (10/2), Oppland (8), Smith (7), Schmitt (4/1), Liyanage (3/1), Würzner (2), Ney / Baunach Young Pikes: Kullamäe (15/3), McDowell-White (11), Kratzer (8), Bruhnke (8), Drell (8), Heckel (6), Seric (5), Keppeler (5/1), Jelovcic (3/1), Slezas (1), Tischler, Baggette / Zuschauer: 832