Noch sechs Spieltage sind in der 2. Basketball-Liga ProA zu absolvieren. Neben den Heimspielen gegen Leverkusen, Köln und Paderborn stehen auch noch drei schwierige Auswärtsspiele für die zuletzt verletzungsgebeutelten Baunacher Young Pikes auf dem Programm. Dabei hat man es durchwegs mit Hochkarätern zu tun. Vor den Partien beim Tabellenführer Vechta und den Gotha Rockets sind die Baunach Young Pikes am Samstag beim Lokalrivalen in Nürnberg zu Gast. Jump in der Halle am Berufsbildungszentrum (BBZ) ist um 19.30 Uhr.

Die Mittelfranken sind mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet, denn Trainer Ralf Junge durfte sich ein Team ganz nach seinen Wünschen zusammenstellen und hat dabei überwiegend auf talentierte deutsche Spieler gesetzt.
Nach einer für ihre Ansprüche eher mäßigen Hinrunde, die allerdings auch durch die ein oder andere Verletzung von Leistungsträgern zu erklären ist, hat man im Lager der Nürnberger nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen und gleich drei neue Spieler verpflichtet. Die Nürnberger sind also letztendlich wieder vom ursprünglichen Weg, auf deutsche Talente zu setzen, abgewichen. In Summe geht man nun mit fünf US-Profis an den Start und hat mit dem Litauer Antanas Utras, der allerdings im Moment noch verletzt ist, einen weiteren ausländischen Profi in der Hinterhand.

All diese Personalrochaden zeigen deutlich, wie wichtig den Nürnbergern der sportliche Erfolg ist. Die Mittelfranken wollen mindestens das Halbfinale erreichen, was mit dem aktuellen Kader keine Utopie sein muss. Aus dem nun tief besetzten Kader ragt eigentlich kein Spieler richtig heraus, Topscorer und Toprebounder ist mit Robert Oehle ein sehr erfahrener Center, der auch schon in der 1. Liga aktiv war. Neben ihm punktet nur noch der US-Spieler Dylan Talley zweistellig.


Nürnberger mit hohen Zielen

Allerdings erzielen insgesamt zehn Akteure im Schnitt mehr als sechs Punkte pro Begegnung, was die Ausgeglichenheit im Team von Ralf Junge widerspiegelt. Mit 13 Siegen aus 24 Spielen liegen die Jungs von Coach Ralf Junge klar auf Play-off-Kurs. Der Abstand zum vierten Tabellenplatz, der für die erste Runde Heimrecht bedeuten würde, ist mit acht Punkten aber bereits uneinholbar groß.

Auch die Baunacher Jungs haben trotz der Heimniederlage gegen starke Kirchheim Knights die Play-offs noch nicht aus den Augen verloren. Mit dem vorzeitigen Klassenerhalt sechs Spieltage vor Saisonende ist die Pflicht für die Truppe von Trainer Fabian Villmeter bravourös erledigt worden. Man kann sich nun also neue Ziele setzen - das kann nur das Erreichen des achten Platzes sein. Viel wird dabei allerdings davon abhängen, ob die Verletzten nach und nach zurückkehren. Bei Aleksej Nikolic und Malik Müller dürfte das noch etwas dauern. Mehr Hoffnung hat man da kurzfristig bei Andi Obst, der eventuell in Nürnberg wieder dabei ist. Bei Moritz Sanders und Daniel Keppeler hofft man ebenfalls auf eine baldige Rückkehr.

"Wir freuen uns auf das fränkische Derby und eine tolle Atmosphäre mit hoffentlich vielen eigenen Fans im Rücken. Nürnberg hat mit der Verpflichtung dreier weiterer ausländischer Profis klar gemacht, wo ihre Entwicklung hin gehen soll. In die Play-offs und dort möglichst weit", weiß Villmeter, dass auf seine Jungs in Nürnberg eine schwere Aufgabe zukommt. Im Fanbus sind nur noch wenige Plätze frei. Kurzentschlossene können sich um 17 Uhr an der Stauffenberg-Halle melden. red