Mit drei Top-10-Platzierungen sowie weiteren Rängen unter den besten 25 schafften die Bamberger Schwimmer bei der internationalen deutschen Freiwassermeisterschaft in Lindau den Sprung in die erweiterte deutsche Spitze in den Jährgängen und Altersklassen. Zu diesem Großereignis entsandten 202 Vereine aus sechs Nationen über 700 Sportler an den Bodensee.

Über die olympischen zehn Kilometer schickte die SG Bamberg drei Männern und zwei Frauen ins Rennen. Dies ist bemerkenswert, da seit 2012 kein Bamberger Schwimmer diese Strecke mehr bewältigte. Da der Bodensee lediglich 18,1 Grad "warm" war, trat ein Drittel des Männerfeldes entweder gar nicht an oder gab auf. Nicht so die Bamberger um Bastian Schorr (Jahrgang 1992), Patrick Kleemeier (1992) und Lukas Knorr (1996), die sich im hochkarätigen Starterfeld um den amtierenden Europameister Ferry Weertmann aus den Niederlanden stark präsentierten und die Plätze 17 (2:22:34,59 Std.), 21 (2:38:15,59) bzw. 22 (2:40:51,73) belegten. Dabei stellte die SG Bamberg sogar die drei schnellsten bayerischen Schwimmer. Der Bambergerin Sarah Rupprecht (1997) wurden die kühlen Wassertemperaturen zum Verhängnis, sodass sie das Rennen vorzeitig beenden musste. Margarethe Pischel (1985), die eine mehrtägige krankheitsbedingte Trainingspause einlegen musste, verpasste die vorgeschriebene Kappzeit von drei Stunden und erhielt somit keine Platzierung.

Weitere Platzierungen

Julia-Sophia Scheuermann ging über die 2,5 Kilometer an den Start und sicherte sich in 35:31,24 Min. den guten 15. Platz im stark besetzten Jahrgang 2000.

Der zweite Wettkampftag wurde von Patrick Kleemeier mit dem 2,5-km-Massenstart eröffnet: Er belegte Platz 11 in der Altersklasse 20 (35:48,62 Min.), Bastian Schorr landete sogar auf dem starken sechsten Platz (31:20,27). Dazwischen startete noch Benedikt Dörfler, der sich im riesigen Teilnehmerfeld des Jahrgangs 2000 den respektablen 18. Platz (34:32,80) erkämpfte. Zum Abschluss startete noch die Bamberger Mixed-Staffel der Jugend über 3 x 1,25 Kilometer in der Besetzung Scheuermann/Knorr/Dörfler und schwamm auf den 19. Platz unter 38 Staffeln.

Über die fünf Kilometer der Frauen und Männer ging es auch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Kasan.Julia-Sophia Scheuermann schwamm in 1:14:31,41 Std. auf den guten zwölften Platz in ihrem Jahrgang. Sarah Rupprecht musste durch einen Fehler bei der Meldezeit im Entscheidungslauf mit den besten Schwimmerinnen Deutschlands starten und schwamm demnach ein Einzelrennen gegen die Uhr. Mit 1:27:56,12 Std. schaffte sie mit Platz 14 sogar noch den Sprung unter die Top 15 im Jahrgang 1997.

Benedikt Dörfler schlug sogar als Zweiter seines Laufs an, was mit der Zeit von 1:08:15,17 Std. und Gesamt-Platz 18 belohnt wurde. Patrick Kleemeier und Lukas Knorr verpassten dagegen im Getümmel des Massenstarts den Anschluss an die Spitzengruppe. Dennoch konnten die beiden zufrieden sein: Kleemeier schwamm in 1:10:51,60 Std. auf Rang 13 in der stark besetzen AK 20, Knorr schaffte im Jahrgang 1996 in 1:11:38,00 Std. mit Platz 7 sogar den Sprung in die Top 10.

Im Entscheidungslauf um die deutsche Meisterschaft startete Bambergs Ausnahmeschwimmer Bastian Schorr, der mit Schlägen und Tritten von seinen Konkurrenten zu kämpfen hatte, aber dennoch eine sehr gute Zeit von 1:02:12,69 Std. schwamm und sich mit Platz 10 in der AK 20 belohnte. Chefcoach Tushar Sikdar konnte mit den Leistungen seiner Schwimmer, die größtenteils zum ersten Mal bei einer deutschen Meisterschaft am Start waren, durchaus zufrieden sein.