50 Jahre nach dem Bamberger Großmeisterturnier startet anlässlich des 150.Jubiläums des Schachclubs 1868 Bamberg am Mittwoch im Bistumshaus St. Otto wieder ein Turnier von deutschlandweitem Rang. Insgesamt 220 Spieler aus 15 Nationen greifen, getrennt nach Spielstärke in den Gruppen A und B, bei der Bamberg Open nach Titeln, Preisgeld und Trophäen. Einige davon nahmen sogar die Anreise aus Indien oder Nigeria auf sich, nur um in der Kaiser- und Bischofsstadt dabei sein zu können.
Während jedoch das damalige Bamberger Großmeisterturnier mit dem armenischen Weltmeister Tigran Petrosjan, dem Esten Paul Keres und den lokalen Größen Helmut Pfleger, Lothar Schmid und Hans-Günter Kester die damalige Weltspitze zu den Teilnehmern zählte, steht das erstmals stattfindende Bamberg Open ganz im Zeichen der Jugend, die sich anschickt, das Zepter zu übernehmen.
Am meisten Chancen hat dabei der 20-jährige Alexander Donchenko, der mit einer Elo-Zahl von 2587 formal das Klassement anführt. Aber auch die anderen deutschen Nachwuchshoffnungen dürften sich berechtigte Hoffnungen machen. Darunter der erst 13-jährige Internationale Meister Vincent Keymer, der Anfang April sensationell das Karlsruher Grenke Open mit acht von neun möglichen Punkten für sich entschied, oder der 17-jährige Internationale Meister Roven Vogel, der 2016 den U16-Weltmeistertitel erzielte, sowie der 2018 in den Stand des Großmeisters erhobene Leon Mons. Darüber hinaus dürften auch die Open-Spezialisten, Großmeister Chatalbashev Boris aus Bulgarien und der deutsche Großmeister Vitaly Kunin, ein gehöriges Wort um die Podestplätze sprechen. Beginn ist am Mittwoch um 18 Uhr im Bistumshaus St. Otto, Turnierende ist am 13. Mai. Am 11. Mai findet zusätzlich um 13.30 Uhr ein Blitzturnier statt. Mehr unter www.bamberg-open.de Zuschauer haben freien Eintritt. red