Mit einem kleinen Team reiste die LG Bamberg zu den Bayerischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften der Leichtathletik nach München. Die jungen Werferinnen konnten Gold und Silber nach Hause bringen.

Eine überzeugende Leistung bot Rebecca Zimmer im Diskuswurf der weiblichen U18 auf dem Aufwärmfeld neben dem Olympiastadion. Bei eisigen Temperaturen und tief verschneitem Wurffeld legte die letztjährige Schülermeisterin in ihrer neuen Altersklasse eine ordentliche Wurfserie hin und gewann mit 35,82 Meter vor Laura Renner aus Altötting mit 31,41 Meter. Auch mit jedem ihrer weiteren Würfe hätte sie den Wettbewerb gewonnen.

Probleme bereiteten ihr an diesem Wintertag eher ein verklemmter Reißverschluss an ihrer Wettkampfkleidung und die Suche nach dem Diskus unter einer 20 Zentimeter hohen Schneedecke. Als Auftakt für ihr Meisterstück nahm sie noch am Kugelstoßwettbewerb teil und wurde mit 11,24 Meter Sechste.

Die letztjährige Winterwurfmeisterin im Speerwurf der U18, Simone Schramm, wurde in ihrer neuen Alterklasse der U20 Zweite. Trotz einer hartnäckigen Verletzung warf sie den Speer im ersten Versuch auf 38,15 Meter und testete ihre Form für die in vier Wochen stattfindende deutsche Winterwurfmeisterschaft. Bei den eisigen Temperaturen trat sie im sommerlichen Trikot an und beeindruckte nicht nur durch ihre Wurfleistungen. Auch ein Sturz im dritten Versuch auf der winterlichen Anlaufbahn konnte sie nicht aus der Ruhe bringen. Die neue Saison hat damit erfolgreich für die beiden "Schneeköniginnen der LG Bamberg" begonnen.

Enttäuschung bei den Läufern

Die erste Laufentscheidung des Tages war der 3000-Meter-Lauf der Frauen mit Susi Lutz. Sie lief ihr Rennen in einem relativ konstanten Tempo, hatte aber von Anfang an mit der Entscheidung nichts zu tun. Die Konkurrenz, angeführt von der späteren Siegerin Carolin Aehling von der LG Telis Finanz Regensburg, war an diesem Tag einfach zu stark. Lutz erkämpfte sich den undankbaren vierten Platz in einer Zeit von 10:05,67 Minuten. Damit verfehlte sie die angestrebte Qualifikation für die deutschen Hallenmeisterschaften in Halle/Saale.

Felix Hentschel wollte es im darauf folgenden Männer-Rennen über die gleiche Distanz besser machen als seine Teamkollegin. Er ergriff vom Start weg erst einmal die Initiative und setzte sich an die Spitze des Feldes, galt es doch auch für ihn, die Qualifikations-Zeit für die deutschen Meisterschaften zu erreichen.

Leider konnte er nach zirka einem Drittel des Rennens das Tempo nicht mehr halten und fiel im weiteren Verlauf bis auf den vierten Platz zurück. Mit seiner Endzeit von 8:36,26 Minuten blieb er klar unter seinen Möglichkeiten und verfehlte die Qualifikationszeit für die Deutschen Meisterschaften ebenfalls deutlich.

Mit weniger Ambitionen ging die dritte Starterin der LG Bamberg, Henrika Langen, an den Start. Sie wollte sich über die 800-Meter-Distanz gut verkaufen und eine akzeptable Zeit laufen, was ihr letztendlich auch gelang. Sie erreichte in 2:22,01 Minuten den siebten Platz in ihrem Lauf.