Der ASV Naisa bleibt in der Fußball-Kreisliga, während der FC Viereth auch im kommenden Jahr in der Kreisklasse spielen muss. 870 Zuschauer säumten die Strullendorfer Sportanlage zum Entscheidungsspiel um den Verbleib bzw. Aufstieg in die Kreisliga. Sie sahen mit an, wie Naisa in einer Partie mit viel Nervenkitzel und Dramatik mit 2:0 in Führung ging, aber noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer kassierte. Im zweiten Abschnitt glich Viereth aus. In der Verlängerung war der ASV dem Siegtreffer nahe, es fiel aber kein Tor mehr. Im Elfmeterschießen hatte Naisa dann die Nase vorn.
In der ersten Relegationsrunde hatte der Schleuderplatzbesetzer ASV Naisa den Lokalrivalen TSV Schammelsdorf nach Verlängerung mit 4:2 besiegt. Der FC Viereth war durch einen 3:2-Sieg im Duell der Kreisklassen-Zweiten (Staffeln 1 und 3) gegen den SV Frensdorf ins "Endspiel" gekommen.

ASV Naisa - FC Viereth n.E. 6:5
Die Anfangsphase gehörte eindeutig dem FC Viereth. Aber trotz Feldüberlegenheit konnte sich der Vizemeister der Kreisklasse 2 keine nennenswerte Tormöglichkeit herausspielen. Anders dagegen der ASV Naisa, der mit seiner ersten Chance auch gleich in Führung ging. Nach einem Stockfehler von Albert stand Spielertrainer Waltrapp plötzlich mutterseelenallein vor Keeper Berek und vollendete in der 11. Min. gekonnt.
Kurz darauf startete Galatzka vom ASV Naisa ein Solo, seine Hereingabe drosch Zeiß aber über die Latte. Auch die nächste Möglichkeit gehörte dem Kreisligisten. Nach einer Traumkombination über Winkler und Waltrapp verfehlte Galatzka nur ganz knapp. Der ASV spielte in dieser Phase abgeklärt und routiniert. Der FC Viereth hielt zwar mit einfacheren Mitteln dagegen, aber am Strafraum waren die Schützlinge von Trainer Alexander Stretz stets mit ihrem Latein am Ende. Auch dem 2:0 für den ASV Naisa ging ein folgenschwerer Fehler voraus. Nach einem Eckball in der 34. Min. agierte Keeper Berek äußerst unglücklich, seine Faustabwehr landete direkt auf dem Kopf von Zeiß, der eiskalt vollstreckte.

Anschlusstor kurz vor der Pause


Erst in der 38. Min. kamen die Vierether erstmals gefährlich vor das Tor des ASV. Den strammen Schuss von Kruspel meisterte jedoch Torwart Leicht. In der 42. Min. jedoch wurden die FC-ler für ihren enormen Einsatz doch noch belohnt. Nach einem Eckball köpfte der ASV-Spieler Herbst beim Abwehrversuch in den eigenen Kasten.
Auch in der zweiten Hälfte war Viereth überlegen, doch Naisa hatte die besseren Tormöglichkeiten. So verfehlte ein Geschoss von Burkard nur knapp das Ziel, kurz darauf scheiterte Dauer mit einem Freistoß. Unverständlicherweise ließen die ASV-ler nunmehr jedoch die Zügel schleifen. Der FCV nutzte diesen Umstand und riss die Initiative an sich. Während Krapp und Holler zunächst noch scheiterten, war es in der 64. Min. dann so weit. Ein Anspiel von Krapp nahm Holler gekonnt auf, tankte sich energisch gegen zwei Gegenspieler durch und vollstreckte zum 2:2-Ausgleich.
In der Folge verflachte die Partie zusehends und beide Mannschaften neutralisierten sich. Es gab keine herausragenden Tormöglichkeiten mehr, so dass es nach 90 Minuten beim Remis blieb.
In der anschließenden Verlängerung meldete sich der ASV Naisa eindrucksvoll zurück. Fortan agierten die Schützlinge von Spielertrainer Waltrapp wieder lebhafter und sogleich stellten sich Torchancen ein. Nach Vorarbeit von Zeiß wurde der Torschuss von Burkard im letzten Moment noch abgeblockt. Dann wehrte Torhüter Berek einen strammen Schuss von Waltrapp aus halbrechter Position gerade noch ab. In der zweiten Hälfte der Verlängerung war es dann erneut Waltrapp, der mit einem Freistoßknaller Keeper Berek prüfte. Auf der anderen Seite verhinderte Torwart Leicht den Rückstand des ASV. Er lenkte den Kopfball des eigenen Abwehrspieler gerade noch an den Pfosten.
Zwei Minuten vor Schluss der Verlängerung schien dann die Entscheidung zugunsten des ASV gefallen zu sein. Nach einem Eckball jubelten die Naisaer Spieler. Sie wähnten den Kopfball hinter der Torlinie, der Unparteiische jedoch ließ weiterspielen. Die einzige umstrittene Entscheidung des SR-Gespanns in diesem Match. So blieb es letztendlich beim 2:2-Unentschieden nach 120 Spielminuten.
Im anschließenden Elfmeterschießen war der Kreisligist dann das glücklichere Team. Für den ASV trafen Dauer, Waltrapp, Burkard und A. Herbst, während Loch scheiterte. Beim FC Viereth verwandelten den jeweiligen Elfer Krapp, Hild und Holler, während Albert und Kruspel an der Latte bzw. an Keeper Leicht scheiterten.