Der Sitz der früheren Stadtsparkasse am Schönleinsplatz sieht seiner Reaktivierung als Kundenzentrum entgegen. Die Sparkasse Bamberg denkt nicht mehr an den Verkauf der Immobilie. Das Haus soll vielmehr die zentrale Anlaufstelle des Geldinstituts in der Stadtmitte werden, wenn die Sparkasse ihr innerstädtisches Standbein in der Langen Straße für das geplante "Quartier an der Stadtmauer" aufgeben muss.

Diese Entscheidung sei im Herbst 2010 gefallen, sagte Vorstandsvorsitzender Konrad Gottschall dem FT auf Anfrage. "Es war 'mal daran gedacht, etwas im künftigen ,Quartier an der Stadtmauer' zu mieten", so der Sparkassendirektor im Gespräch mit der Lokalredaktion. Das könnte laut Gottschall immer noch der Fall sein. Man habe sich aber entschlossen, das Haus am Schönleinsplatz wegen seiner verkehrsgünstigen Lage auf jeden Fall zu behalten und wieder zu nützen. Ende 2012 soll das neue Kundenzentrum an alter Stelle nach einer umfassenden Sanierung des 25 Jahre alten Gebäudes zur Verfügung stehen. Ganz aufgegeben hat das Geldinstitut den Standort Schönleinsplatz nie. Verschiedene Abteilungen sind in den oberen Stockwerken untergebracht. Die große Schalterhalle steht aber nahezu leer.

Das Haus am Schönleinsplatz brachte die Stadtsparkasse bei der im Jahr 2000 erfolgten Fusion mit der Kreissparkasse zur Sparkasse Bamberg ein. Bis 2007 wurde dort der reguläre Schalterbetrieb aufrecht erhalten. Seit vier Jahren wird der gesamte Publikumsverkehr in der Langen Straße abgewickelt, dem Stammhaus der einstigen Kreissparkasse.