Spargelliebhabern geht es in erster Linie um den feinen Geschmack. Außerdem wissen viele zu schätzen, dass dieses saisonale Gemüse aus der Region kommt und dass es sehr leicht ist. Botanisch gehört Spargel zur Gattung der Liliengewächse. Die robustere und würzigere grüne Variante, die oberirdisch wächst, haben schon die alten Römer gerne gegessen. Der unter der Erde gezogene Bleichspargel ist erst seit Ende des 19. Jahrhunderts beliebt, besonders in Deutschland. Hier werden jedes Jahr über 100 000 Tonnen davon gestochen.
Mai und Juni sind die klassischen Spargelmonate. In einem warmen Frühling wie heuer beginnt die Ernte bereits im April. Traditionell endet sie am 24. Juni, dem Johannistag. Nur so haben die Pflanzen bis zur nächsten Saison ausreichend Zeit zur Regeneration.


Warum ist Spargel so gesund?

Der botanische Name des Gemeinen Spargels lautet "Asparagus officinalis". Der Namenszusatz deutet bereits darauf hin, dass Spargel schon seit der Antike wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt wird. Als eine Offizin wurde früher eine Apotheke bezeichnet und die botanischen Begriffe officinale, officinalis und officinarum bezeichnen Pflanzen mit einer arzneilichen Wirkung.


Kaum Kohlenhydrate

Spargel besteht zu über 90 Prozent aus Wasser, enthält aber nur vier Prozent Kohlenhydrate und magere 0,2 Prozent Fett. Die 500-Gramm-Portion ("ein Pfund pro Mund") hat nur etwa 80 Kalorien, so viel wie ein mittelgroßer Apfel. Ein Spargelgericht ist deshalb das perfekte Schlemmer-Mahl für die schlanke Linie, vorausgesetzt, man verzichtet auf schwere Soßen und üppige Beilagen.
Neben vielen Ballaststoffen stecken im Spargel lebenswichtige Mineralien (Kalium, Kalzium, Eisen) und zahlreiche Vitamine (A, B, C, E). Seine Inhaltsstoffe regen die Leber- und Nierenfunktion an, was entwässernd und entgiftend wirkt. Man kann damit genussvoll seine Blase und Darmflora aktivieren, Blutgefäße reinigen und einen Kater vertreiben, sogar Nierensteinen vorbeugen. Aufgrund seiner phallischen Form und des hohen Vitamin-E-Gehalts wird ihm außerdem eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.


Eingefrorenen Spargel gefroren ins kochende Wasser geben

Übrigens kann Spargel nach dem Waschen und Schälen gut eingefroren werden. Im Tiefkühlfach kann er etwa sechs bis acht Monate aufbewahrt werden. Ohne ihn aufzutauen gibt man die gefrorenen Stiele direkt ins kochende Wasser.
Nur wer an Gicht leiden, sollte ihn mit Vorsicht genießen. Gichtpatienten haben einen erhöhten Harnsäurespiegel, und der steigt durch den Verzehr von Spargel noch an. Gibt es mehr Harnsäure im Körper, als mit dem Urin ausgeschieden werden kann, bilden sich Harnsäurekristalle, die sich vor allem in den Finger- und Zehengelenken ablagern. Ergebnis: Schmerzen und Schwellungen.


Rezept: Gebratener grüner Spargel mit Knoblauch

für 4 Personen als Beilage

500 g grüner Spargel
2 EL Pflanzenöl
2 Knoblauchzehen
Saft einer halben Zitrone
Salz und Pfeffer

Spargel waschen und abtrocknen. Enden knapp abschneiden, Rest in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauchzehen abziehen und in Scheiben schneiden. Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen, erst Knoblauch, dann den Spargel zugeben. Nur so lange braten, bis das Gemüse sein Rös taroma entfaltet und bräunliche Flecken bekommt. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, auf kleinster Flamme bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten weitergaren lassen. Passt gut zu gegrilltem Fisch oder Fleisch.