Als die Marienprozession am Sonntag von der Oberen Pfarre aus startete, sah es ganz danach aus, als ob das Wetter halten könnte. Doch bereits als die festlich geschmückte Marienfigur die Lugbank erreichte, fing es an zu tröpfeln. Und als die Prozession die Untere Brücke passierte, nahm der Regen immer mehr zu.

An der ersten Station, vor der Kirche der Englischen Fräulein, brachten viele mitlaufende Vereine ihre Prunkfahnen ins Trockene, andere wickelten sie in Plastikfolie ein, um sie wenigstens einigermaßen zu schützen. Auch die Marienfigur und ihre hochwertigen Prunkgewänder wurden mit Folie verhüllt. Die Prozession wurde fortgesetzt - allerdings im "Eiltempo". So wurde lediglich vor der Martinskirche, wo sich die beiden Marienstatuen, sprich die Schmerzensreiche von St. Martin und die Glorreiche von der Oberen Pfarre, gegenüberstanden, ein "Vater unser" gebetet und der Weg dann unverzüglich fortgesetzt.