Feuerwehrleute, Mönche und Nonnen sowie Flughafenmitarbeiter machen mit. Polizeikräfte, Supermarktbeschäftigte und die Belegschaften von Krankenhäusern sind begeistert: Die "Jerusalema"-Challenge erobert seit vergangenem Jahr den Globus und versetzt die genannten Gruppen in Bewegung. Sie alle tanzen zu dem gleichnamigen Lied des südafrikanischen Künstlers Kgaogelo Moagi alias Master KG, welches er zusammen mit der Sängerin Nomcebo Zikode in der Landesprache Zulu aufgenommen hat. Hoffnung und Sehnsucht sprechen aus den Liedzeilen. In Zeiten der Corona-Pandemie keine Selbstverständlichkeit.

Auch in Bamberg hat das Tanzfieber Menschen angesteckt: "Mehrere Beschäftigte haben die Videos gesehen und wollten das selbst gerne umsetzen", erzählt Sophia Klopf. Die Mitarbeiterin im Marketingteam der Sozialstiftung Bamberg hat zusammen mit ihren Kolleginnen den Wunsch aufgegriffen: Nach einem Aufruf in der 5000 personenstarken Stiftung haben sich zahlreiche Leute angeschlossen. Von der Ergotherapie über die Kardiologie bis hin zur Psychosomatik schwingen die Tanzbeine. "Fast 300 Beschäftigte in insgesamt 20 Gruppen haben mitgemacht", freut sich Klopf.

Die Choreografie haben sich die einzelnen Gruppen selbst ausgedacht und in ihren Abteilungen aufs Parkett beziehungsweise auf den Hubschrauberlandeplatz gebracht. Und so gehen sie spielerisch mit der Ausstattung um, tanzen Limbo unter den Geräten hindurch und bewegen sich locker-flockig durch die Räume. "Wichtig ist dabei natürlich, dass die Hygienemaßnahmen mit Maske und Abstand eingehalten wurden", erklärt die Marketingmitarbeiterin.

Die Aufnahmen haben Klopf und ihre Kolleginnen über drei Wochen im Dezember 2020 mit der Kamera eingefangen. Und dabei haben alle Beteiligten die einzelnen Videos entweder nach Schichtende beziehungsweise in ihrer Freizeit zum Besten gegeben. Die Versorgung der Patienten war also immer sichergestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ganze neun Minuten des eingängigen Liedes stehen auf dem Zähler, nach denen man selbst im Homeoffice gerne mitschwingen und klatschen will.

Auch auf Youtube

Seit 14. Januar ist das Video auf Youtube online und hat schon jetzt nicht nur in der Sozialstiftung zahlreiche Menschen erreicht und erfreut. Satte 350 Mal wurde das Video aus Bamberg auf Facebook bereits geteilt. "Wow!!! Ein wunderbares Video, um die Motivation hochzuhalten. Den Elan und das Engagement lobe ich mir von meiner alten Arbeitsstätte. Weiter so!", schreibt eine Nutzerin in den Kommentaren auf Youtube. "Klasse!!!!!! Hut ab! Viel Kraft, Durchhaltevermögen und Gesundheit in dieser Zeit!", schließt sich eine weitere Kommentatorin an. "Mega schön. Ihr seid Spitze. Und Danke für eure täglichen Dienste. Haltet durch, es kommen auch wieder besser Zeiten", fasst eine Facebooknutzerin ihre Gedanken zusammen.

Dem schließt sich Sophia Klopf an: "Es ist so schön zu sehen, wie motiviert alle dabei sind. Danke an alle Beschäftigten!" Eins ist klar: Die Message des Videos kam offensichtlich an. "Wir wollen zeigen, dass wir als Sozialstiftung zusammenhalten und dass es auch in der Krise Hoffnung gibt."

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=4iMtwfeGm1M.