Besonders am Dientzenhofer-Gymnasium scheint der Schaden derzeit am größten zu sein. Denn an vielen Stellen ist es undicht und Regenwasser sickert ins Innere des Gebäudes. "Da nützen uns alle Renovierungsarbeiten nicht, wenn nachher das Wasser von oben eindringt und alle Sanierungsmaßnahmen wieder zunichte macht", klagte DG-Schulleiterin Brigitte Cleary bei der elften Verbandsversammlung des Zweckverbandes im Dientzenhofer Gymnasium.

Dabei wurden auch dieses Jahr wieder umfangreiche Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten am DG durchgeführt. So wurden laut Christian Wonka vom Immobilienmanagement der Stadt unter anderem der Zugangsbereich vor dem Haupteingang für 43.000 Euro erneuert, die Kugelstoßanlage für 20.000 Euro saniert und diverse Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen wie neue Pflasterflächen im Pausenhof und das Streichen von Klassenzimmern für rund 43.500 Euro durchgeführt. "Der größte Brocken mit 180.000 Euro floss in die Fortführung der Fassadenmodernisierung", berichtete Wonka.

Ferner wurde die Ausarbeitung eines Brandschutzkonzeptes in Auftrag gegeben. Dazu müssen demnächst beispielsweise in den Treppenhäusern Brandschutztüren eingebaut, neue Fluchtwege ausgeschildert und Notausgänge hergestellt werden.

Genaue Kosten hierfür liegen laut Amt für Immobilien noch nicht vor, sie müssten vom Architekturbüro ermittelt werden. Erst dann könne man Anträge auf Förderung stellen.

Nach Ansicht der Mitglieder des Zweckverbandes müssen die Schäden am Dach des Gymnasiums möglichst bald behoben werden. So sprach Verbandsvorsitzender Günther Denzler (CSU) von einer Notfallmaßnahme mit höchster Priorität. Auch die beiden Verbandsmitglieder Siegfried Stengel (CSU) und Wolfgang Metzner (SPD) plädierten zur Vermeidung weiterer Schäden für ein schnelles Handeln. Laut Beschluss soll nun die Verwaltung die undichten Flächen prüfen und die Ergebnisse zeitnah vorstellen.

Insgesamt besuchen im neuen Schuljahr 5626 Schüler Bambergs Gymnasien. Im Vorjahr waren es noch 5778. Die Gesamtneuanmeldungen sind damit von 712 im letzten Jahr aktuell auf 675 zurückgegangen.