Die Tiefenellerner wollten nicht warten bis zur großen 150-Jahr-Feier ihrer Kapelle im Juli und schon jetzt wieder Gottesdienste in dem kleinen Gotteshaus Mariä Geburt abhalten. Pfarrer Marianus Schramm aus Litzendorf erhielt vom Erzbischöflichen Ordinariat die Erlaubnis, die Segnung der renovierten Kapelle, des neuen Altares und der neuen Orgel vorzunehmen. Unter der Leitung der Gemeinde Litzendorf, der die Kapelle gehört, und unter Hinzuziehen der Erzbischöflichen Bauabteilung, des Erzbischöflichen Ordinariats und des Landesamtes für Denkmalpflege wurde der Innenraum mit Ocker gestrichen. Unterhalb der Decke ziert ein zweifarbiger Begleiter die Wände und um die Fenster ein dunkelblaues Blätterband, das mit Schablonen aufgetragen wurde und einem alten Muster gleicht, welches man bei der Renovierung unter dem alten Putz fand.


Altar aus Juramarmor

Den neuen Altar aus Juramarmor schuf die Scheßlitzer Firma Einwich-Naturstein. Die Reliquien des alten Altares wurden auf den Domberg gebracht und werden nicht mehr in den neuen Altar eingelassen. Dagegen sollen nach Aussage von Kirchenpfleger Friedrich Stumpf die beiden Statuen von Maria und Josef wieder in naher Zukunft links und rechts des Altares aufgehängt werden. Ihr Fehlen hatte schon bei manchen Gläubigen Ängste ausgelöst, sodass zum Beispiel Waltraud Pfeufer den Pfarrer nach der Messe besorgt fragte: "Sie werden doch in unsere Marienkapelle wieder eine Muttergottesstatue stellen?"

Am Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Schramm allen, die zum Gelingen der schmucken Kapelle beigetragen haben, besonders der Gemeinde Litzendorf, aber auch den vielen freiwilligen Helfern aus Tiefenellern.
Diese freuten sich über ihre schöne Kapelle auch bei der anschließenden Agape auf dem Vorplatz. Natürlich fiebern sie schon dem großen Fest im Sommer entgegen und werden bis dahin die kleineren Restarbeiten wie das Begasen des Holzwurmes im Gebälk längst erledigt haben.