"Bei uns im Erzbistum Bamberg soll keine Kirche abgerissen, zweckentfremdet oder umfunktioniert werden", sagte er am Samstag beim Neujahrsempfang der Erzdiözese in Bamberg. "Die Kirchen wurden gebaut von unseren Müttern und Vätern für die Ehre Gottes und für die Gottesdienste." Dafür sollten sie auch weiter zur Verfügung stehen.

Viele Diözesen und auch in evangelischen Gemeinden stehen schon seit einigen Jahren vor der Frage, wie mit Kirchen, die nicht mehr als Gottesdiensträume benötigt werden, umzugehen ist. Oft sind nötige Sanierungsarbeiten an Kirchen finanziell kaum noch zu stemmen - angesichts immer weniger Gottesdienstbesucher und damit Spenden und sinkender Kirchensteuereinnahmen. Im Erzbistum Hamburg beispielsweise gibt es Fälle, wo Bestattungsinstitute ehemalige Kirchengebäude nutzen.

Der Neujahrsempfang läutete im Erzbistum Bamberg das Jahr des Domjubiläums ein. Vor 1000 Jahren wurde der Kaiserdom eingeweiht. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der 6. Mai, der Weihetag der Kathedrale. Der Dom sei das "wertvollste und beeindruckendste Gebäude der Stadt Bamberg und das Zentrum des Weltkulturerbes", betonte Schick. Zugleich sei der Dom auch das bedeutendste Kirchenbauwerk Frankens. Das Jubiläum sei Verpflichtung, dass der Dom als "Ort des christlichen Glaubens und Lebens" erhalten werde. Herausragende Bauten der christlichen Tradition dürften auch in ferner Zukunft nicht zu "Museen oder zu Gottesdiensträumen für andere Religionen" umfunktioniert werden.dpa