Gefährlicher Zwischenfall auf der Landesgartenschau. Während die Bläsergruppe der Polizei noch einen Song der Beatles über den Frieden zum Besten gibt, nähert sich plötzlich ein kleines Boot mit maskierten und schwerbewaffneten Männern der Erba-Inselspitze. Noch ehe sie von der Wasserschutzpolizei aufgegriffen und in Gewahrsam genommen werden, versenken die "Terroristen" noch schnell eine blaue Tonne mit giftigen Chemikalien in der Regnitz.

Die Szenerie am Sonntagnachmittag war gottlob kein Ernstfall, sondern Teil einer Großübung, die die Polizeiinspektion Bamberg Stadt zusammen mit Wasserwacht und DLRG, Feuerwehr, Bereitschafts- und Wasserschutzpolizei sowie mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes durchführte. "Diese Schauübung ist der Höhepunkt der Woche der Polizei auf der Landesgartenschau. Sie zeigt das hervorragende Zusammenwirken aller Einsatzkräfte und ist eine wichtige Übung für alle Beteiligten", erläuterte Gerald Storath von der Bamberger Polizei. Auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der der Übung beiwohnte, lobte das professionelle und eingespielte Vorgehen der Einsatzkräfte.

Mehr als nur Knöllchenschreiber


"Durch solche Schauübungen, aber auch während der ganzen Woche über, hat die Polizei ihr breites Aufgabenspektrum gezeigt", betonte er. Zudem hätte die Bevölkerung die Möglichkeit, die Beamten auch mal von einer anderen Seite kennenzulernen und nicht immer nur als die "bösen" Knöllchenschreiber oder Kontrolleure.

Die Polizei ist noch bis kommenden Mittwoch auf dem Gelände der Landesgartenschau vertreten. Am Dienstag kommen zwischen 10 und 12 Uhr die Diensthunde zum Einsatz. Ferner können noch historische Polizeiuniformen und Einsatzfahrzeuge - wie der berühmte Streifenwagen Isaar 12 - besichtigt werden, aber auch ein Polizeihubschrauber und ein Polizeimotorrad.