BaMama Alexandra Sentner ist dran. Sohn Jonas wartet, schaut auf das schwarz-weiße Spielfeld. "Den Zug würde ich nicht machen", sagt der 14-Jährige. Die Mama stellt den Springer wieder hin und überlegt weiter. Um die beiden herum wird ebenso konzentriert auf Spielfiguren geschaut.

In zwei aufeinander aufbauenden Kursen haben sich insgesamt 30 interessierte Leser im Schachspiel versucht. Die Mediengruppe Oberfranken hatte im Rahmen der "Spiele- und Rätselwochen"dazu ins Bamberger Verlagshaus eingeladen. Mit der Unterstützung von Erwin Ortlauf und Rainer Schmee vom Schachclub 1868 Bamberg konnten sich die Schachinteressierten über das Spiel und seine Tücken informieren.

"Schach ist wie Autofahren: Wenn man oft genug gekuppelt und geschaltet hat, geht das irgendwann von alleine", sagt Erwin Ortlauf, der Stellvertretende Vorsitzende des Schachclubs beim zweiten Kurs am Dienstag. Mit den Spielzügen sei es genauso.



Also: Üben, üben, üben - und Spaß haben, das sei wichtig!

Die Teilnehmer am Schachkurs bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Spieler wie Jonas und Alexandra Sentner beherrschen das Spiel in seinen Grundzügen schon. Waltraud Graf aus Bamberg dagegen ist blutige Anfängerin. Die 72-Jährige will jetzt das Schachspielen lernen, weil ihre Enkel spielen. Geduldig hört sie Erwin Ortlauf zu. Und sie merkt schnell: Das Üben am Brett ist wichtiger, als irgendwelche theoretischen Bücher zu wälzen. Am Ende ist sie sicher: "Ich werde weiterspielen." Weiter geht es am 6. November um 18 Uhr, dann kann man sich Tipps von einem Schachgroßmeister holen im Klemens-Fink-Zentrum am Babenberger Ring 1.