Sarah Esser umgab unglaublicher Lärm. Die Bauarbeiter hatten begonnen, das Dach über ihrem Atelier zu demontieren. Somit blieb der Künstlerin wenig Zeit, eine lebensgroße Plastik fertig zu stellen. Denn der feuchte Ton war zu weich, um transportiert zu werden.

Musik, die nicht zu hören ist

Von dem "apokalyptischen Lärm" - so beschreibt ihn Esser selbst - schien ihr Modell nichts mitzubekommen. Ohne ein echtes Instrument vor sich zu haben, spielte Perkussionist Adam Weisman das Stück "Rebonds" von Iannis Xenakis konzentriert. Konzentriert auf eine Musik, die nur er hörte - in seinem Kopf.

Trotz der Bauarbeiten konnte die 36-jährige Bildhauerin die Plastik "Adamah (Schlagwerker)" letztendlich noch fertig stellen. Jetzt ist sie Teil ihrer Ausstellung "Sculpture - The land where I love you" in der Bamberger Galerie Sculptur.