Die Schäden fallen beim Betreten der Sambacher Kirche sofort ins Auge: Grau-schwarze Verfärbungen haben die Wände gezeichnet. Die prächtige Stuckdecke hebt sich noch dunkler ab. Aber es gibt noch weiteren Sanierungsbedarf, der dem Besucher nicht sogleich offenkundig wird. Jetzt will die katholische Pfarrei Sankt Antonius Abbas eine Innenrenovierung ihres barocken Gotteshauses angehen. Die Kosten sind auf 450.000 Euro veranschlagt. In ihrer Sitzung sagten die Gemeinderäte dem Pfarramt auf Antrag eine Förderung in Höhe von 45.000 Euro zu.

Nach den Worten von Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) ist das der übliche Fördersatz von zehn Prozent, der seit Jahren auf Investitionsmaßnahmen dieser Art gewährt wird. Erwin Reicheneder (Freie Wählergemeinschaft Steppach) votierte als einziger dagegen. Ebenso stimmte der Steppacher beim nachfolgenden Antrag der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde. Für sie erbat Pfarrer Andreas Steinbauer einen Zuschuss zur Erneuerung der Außenanlage an der Limbacher Kirche.


Stuckdecke muss gesichert werden



In der Sambacher Kirche müsse die prachtvolle Stuckdecke aus der Mitte des 18. Jahrhunderts dringend gesichert werden, informierte Bürgermeister Beck das Gremium. Die Verschmutzungen an Decke und Wänden sind nach Aussage der Experten von Denkmalpflege und Domberg auf die vorhandene Bankstrahler-Heizung zurückzuführen. Daher soll eine mit Warmwasser geführte Zentralheizung in den Wänden und am Boden installiert werden.

Geplant sind außerdem die Erneuerung der Elektroinstallation, die Restauration der Altäre und deren Ausstattung, eine Überholung der Bänke einschließlich Schädlingsbekämpfung und die Polsterung der Kniebänke. Und natürlich muss das Kircheninnere einen Neuanstrich bekommen.

Letztmals wurde die Kirche - mit Ausnahme der Stuckdecke - Anfang der 80er Jahre gestrichen. Derzeit wartet die Pfarrei noch auf ein Gutachten dazu, welche Farben damals Verwendung fanden. Die Sachverständigen sollen darüber Auskunft geben, wie weiter zu verfahren ist. Die Kirchenverwaltung hofft, dass der Beginn der Generalsanierung, der auf Mitte April gelegt wurde, auch eingehalten werden kann.


Anschluss an die Heizanlage



Darüber hinaus ersuchte das Pfarramt Sambach darum, die Kirche an die Heizungsanlage des Schulhauses anzuschließen. Die anfallenden Heizkosten sollen über einen Wärmemengenzähler mit dem Schulverband Pommersfelden abgerechnet werden. Bei der Abstimmung über den Antrag aus Sambach beschlossen die Räte zunächst, dass beide Beschlüsse voneinander zu trennen sind. Dann wurde einem Zuschuss von 45.000 Euro zugestimmt.

Der Anschluss der Sambacher Kirche an die Heizung der Schule wurde dann ohne Gegenstimme gefasst.
An der evangelischen Kirche von Limbach soll das Pflaster der Außenanlage erneuert werden. Wie vom Pfarramt mitgeteilt, ist das alte Sandsteinpflaster sehr schadhaft und bei Glätte sogar gefährlich. Wegen der hohen Kosten für ein Natursteinpflaster haben sich die Verantwortlichen für Betonsteinpflaster entschieden. Die mit 150 Mitgliedern sehr kleine Gemeinde könne bei kleineren Ausbesserungsarbeiten auf keine anderweitigen Zuschüsse hoffen, wurde mitgeteilt.

Die Räte behandelten die Gesuche beider Kirchen gleich: Sie gewährten auf die Kosten von rund 11.000 Euro ebenfalls einen Zuschuss von zehn Prozent, somit 1100 Euro.