Der 75-jährige Kinderbuchautor Paul Maar, der besonders als Erfinder der Fantasiefigur "das Sams" bekannt wurde, sei heute "Gemeingut im deutschen Sprachraum", sagte der oberfränkische Bezirksheimatpfleger Günter Dippold in seiner Laudatio am Dienstagabend in Bayreuth. Dippold bezeichnete Maar als "meistgespielten lebenden Dramatiker deutscher Zunge": Seine Werke würden nicht nur gelesen und aufgeführt, sondern auch verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Der gebürtige Schweinfurter Paul Maar zählt zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Autoren von Büchern und Theaterstücken für Kinder. Neben den "Sams"-Abenteuern gehören Stücke wie "Der König in der Kiste" und "Lippels Traum" oder Musicals wie "Die vergessene Tür" zum umfangreichen Katalog seiner Werke. Maar erhielt für seine Arbeit zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse (1998) und den Bayerischen Verdienstorden (2004).

Der Kulturpreis der Oberfrankenstiftung ist mit 15.000 Euro dotiert. Die Stiftung vergibt seit 1997 Preise in den Bereichen Kunst und Kultur, Denkmalpflege und Soziales. Nach den Worten des oberfränkischen Regierungspräsidenten und Vorsitzenden des Stiftungsrates Wilhelm Wenning hat die Oberfrankenstiftung im zurückliegenden Jahr trotz rückläufiger Erträge aufgrund der niedrigen Zinsen rund 22,5 Millionen Euro an Zuschüssen für Projektförderungen ausgegeben. dpa