Der plötzliche Kindstod erscheint als völlig unkalkulierbares Risiko und bereitet manchen Eltern schlaflose Nächte. Statistisch stirbt eines von 2000 Neugeborenen im ersten Lebensjahr am plötzlichen Säuglingstod. Im Klinikum Bamberg gelang es dem Ärzteteam um Professor Karl-Heinz Deeg, diese Rate um das zehnfache zu senken. Der Grund: An der Bamberger Klinik haben Eltern seit 1998 die Möglichkeit, ihr Kind nach der Geburt mit einer speziellen Ultraschallmethode - der Dopplersonographie - untersuchen zu lassen. Die Untersuchung wird allen Eltern, deren Kindern in der Frauenklinik Bamberg geboren wurden, kostenlos angeboten, teilt das Klinikum mit.

So auch dem elf Tage alten Sam, bei dem keine Auffälligkeit entdeckt werden konnte. Eine feine Sache sei diese Vorsorgeuntersuchung, finden seine Eltern: "Man fühlt sich einfach beruhigter." Sam Richter aus Bamberg ist das 25 000. Baby, das im Klinikum am Bruderwald am Vorsorge-Programm gegen den plötzlichen Kindstod teilgenommen hate.