Bereits in der Sitzung im Oktober letzten Jahres stimmte der Gemeinderat zwar dem Landesentwicklungsprogramm-Entwurf zu, lehnte jedoch die Verpflichtung ab, in den Regionalplänen Vorranggebiete für die Errichtung von Windkraftanlagen festzulegen und war damit auch gegen eine Ausweisung von Vorranggebieten für die Errichtung solcher Anlagen im Gemeindegebiet von Reckendorf.

Die Gemeinde ist auch dagegen, dass den regionalen Planungsverbänden die Möglichkeit eröffnet würde, Vorrang- und Vorhaltegebiete für Freiflächen-Photovoltaikanlagen ohne Zustimmung der Kommune festzulegen.

Selbst entscheiden

Die Gemeinde Reckendorf stelle sich nicht grundsätzlich gegen die Neuerungen der Energiewende, möchte aber entscheiden können, ob und welche Flächen durch Vorranggebiete belegt würden, damit die Gemeinde Reckendorf in ihrer weiteren Gemeinde- und Siedlungsentwicklung nicht gehemmt werde, hieß es in der Begründung.

Bedauert wurde, dass dem durch die Verwaltungsgemeinschaft Baunach für die Gemeinde Reckendorf gestellten Antrag auf Aufnahme in die "Teilräume mit besonderem Handlungsbedarf" oder an den "Verdichtungsraum Bamberg" nicht stattgegeben wurde. Deshalb lehnte nun der Gemeinderat Reckendorf einstimmig den Landesentwicklungsprogrammentwurf vom 28. November ab.

Reckendorf will "besonderen Handlungsbedarf"

Den Entwicklungszielen sei wegen der Einordnung außerhalb eines Raumes mit besonderem Handlungsbedarf nicht ausreichend Rechnung getragen. Der Gemeinderat forderte die Aufnahme der Gemeinde Reckendorf in den "Raum mit besonderem Handlungsbedarf".

Seitens der Gemeinde Reckendorf bestünden Bedenken hinsichtlich der weiteren allgemeinen Versorgung der Bürger und hinsichtlich möglicher Abwanderungen wegen einer schlechter werdenden Versorgung, da angrenzende Gemeinden durch höhere Förderungen sich positiver entwickeln würden, wurde argumentiert.