"Der Schulstandort liegt uns am Herzen", sagte Bürgermeister Bruno Kellner (VU) in der Sitzung des Marktgemeinderats und erinnerte daran, dass es im Jahr 2007 gelungen sei, mit dem Konzept "Flexmo" die Haupt- beziehungsweise Mittelschule zu erhalten. "Wir waren uns einig, dass die Schulsanierung in Angriff genommen werden sollte", betonte Kellner.

Daraufhin fanden zahlreiche Vorgespräche statt und die Regierung von Oberfranken teilte den Raumbedarf zur Generalsanierung der Grund- und Mittelschule mit. Das Architekturbüro Paptistella wurde mit der Grundlagenermittlung beauftrag. Anfang März teilte die Schulleitung mit, dass die Schülerzahlen sich negativ entwickelten. Vom Schulamt und der Regierung von Oberfranken kam die niederschmetternde Nachricht, dass es in naher Zukunft nur noch eine Grundschule am Ort gibt. Nachgedacht wurde in diesem Zusammenhang über eine gebundene Ganztagsschule, mit dem Ergebnis, dass es keine Konkurrenz zur gut funktionierenden Mittagsbetreuung der "Itz-Kids" geben soll.

Konrektor Rudolf Hennemann schilderte die Situation aus Sicht der Schulleitung. Ausgehend von zwei abstrakten Raumplanungen gingen inzwischen die Überlegungen dahin, dass neben der Sanierung der Grundschule zusätzlich noch zwei Klassen für eine reduzierte Mittelschule mit den Klassen fünf und sechs saniert werden sollten. Fachräume würden dann nicht benötigt. "Dann geht der Status Mittelschule nicht verloren", betonte der Konrektor.

Von schulischer Seite sei auch das Für und Wider der gebundenen Ganztagsschule diskutiert worden. Bei dieser Schulart werde an mindestens vier Wochentagen sieben Stunden unterrichtet. Bei diesem Unterricht sei keine individuelle Nachhilfe möglich. Als Vorteile der "Itz-Kids" listete Hennemann die flexiblen Buchungszeiten, Hausaufgabenbetreuung und Betreuung während der Ferien auf. Er bezeichnete die "Itz- Kids" als Qualitätsprodukt. Der Konrektor informierte, dass der Förderantrag mit dem Grundschulraumprogramm gestellt werden könne, sinnvoll sei für den Mittelschulstandort eine Beschränkung auf die 5. und 6. Klasse.

Marktgemeinderat Andreas Schmittwolf (CWU) fand, dass das Konzept mit Augenmaß entwickelt worden sei. Das Architekturbüro Paptistella wurde beauftragt, Sanierungsvorschläge auszuarbeiten für eine Grund- und reduzierte Mittelschule aufgrund des von der Schulleitung vorgelegten Konzeptes und alternativ für eine Grundschule mit dem von der Regierung festgelegten Raumprogramm. Für beide Varianten sollen die Kosten eines Neubaus ermittelt werden, außerdem der Raumbedarf und die Fördermöglichkeiten einer Mittagsbetreuung beziehungsweise eines Kinderhorts der "Itz-Kids".

Auf Wunsch von Andreas Eiermann (Ebinger Liste) und Reinhard Schmid (SPD) wurde der Architekt mit einer Einschätzung des baulichen Zustands der Schulhäuser in Ebing und Mürsbach beauftragt.