Rattelsdorf
Finanzen

Rattelsdorf baut Rückhaltebecken

Der Zwölf-Millionen-Haushalt der Marktgemeinde sieht Investitionen in die Infrastruktur und die Kinderbetreuung vor. Die Gebührenabrechnungen für das Wasser sollen bürgerfreundlicher werden und schneller kommen.
Die Bauarbeiten für das Regenüberlaufbecken haben begonnen.  Foto: nr
Die Bauarbeiten für das Regenüberlaufbecken haben begonnen. Foto: nr
Von einem zu erwartenden Rekordhaushalt sprach Kämmerer Alfred Heider in der Sitzung des Marktgemeinderats Rattelsdorf bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs. Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt belaufen sich auf rund 6,35 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch gut 5,92 Millionen Euro.

"Die Personalkosten sind gestiegen", erklärte Alfred Heider, "werden aber gedeckt durch höhere Einnahmen bei der Schlüsselzuweisung, der Gewerbesteuer und der Beteiligung an der Einkommensteuer." Positiv bewertet er die Zuführung zum Vermögenshaushalt (865 000 Euro). Die Ausgaben im Vermögenshaushalt sind noch abhängig von den Anträgen der Fraktionen bei den Etatberatungen.

Bisher sind für Investitionen im Vermögenshaushalt knapp 5,47 Millionen Euro eingestellt. Das Haushaltsvolumen wird heuer zum ersten Mal fast zwölf Millionen Euro erreichen.


Geld für Kinderbetreuung

Unter anderem werden für den ersten Teil der Generalsanierung der Kindertagesstätte und den Neubau einer Krippengruppe eine Million Euro im Haushalt eingestellt. Die Planungskosten für die Generalsanierung der Schule in Rattelsdorf schlagen mit 250 000 Euro zu Buche. Mit Baukosten ist dafür erst 2014 zu rechnen.

Ungefähr 840 000 Euro kostet der Bau der Gemeindeverbindungsstraße von Zaugendorf nach Mürsbach.
Investiert werden außerdem 630 000 Euro in die Abwasserbeseitigungsanlage. Dazu gehören der Bau eines Regenrückhaltebeckens und die Kanalerneuerung in der Angerstraße. Bürgermeister Bruno Kellner (VU) informierte, dass diese Baumaßnahme Ende April mit dem Bau des Regenüberlaufbeckens in Angriff genommen wurde.

Im Entwurf vorgesehen sind 675 000 Euro für die Ortsdurchfahrt Höfen-Höfenneusig als Dorferneuerungsmaßnahme. Dazu berichtete der Bürgermeister, dass Höfner mit einer Unterschriftenliste die Dorferneuerungsmaßnahme am Brunnenplatz und der Anliegerstraße ablehnten.

Die Höfner argumentierten mit den hohen Kosten für die Anlieger und damit, dass sehr viel Platz am Brunnen verlorengehe. Deshalb schlage er vor, das Vorhaben aus der Dorferneuerung zu nehmen, so Kellner. Unklar ist, ob die Arbeiten an der Kläranlage Ebing heuer durchgeführt werden. Das Bauvorhaben würde Rattelsdorf rund eine Million Euro kosten.


Etat-Verabscheidung im Juni

Der Etatentwurf geht zur Beratung in die Fraktionen. Bis 31. Mai wird der Kämmerer ausführlich darüber informieren. Bis zu diesem Termin müssen außerdem die Anträge zum Haushalt gestellt werden. Am 6. Juni erarbeitet der Haupt- und Finanzausschuss die Beschlussvorlage. Die Verabschiedung des Haushalts soll in der Vollsitzung am 13. Juni erfolgen. Dem Haushaltsentwurf und dem Procedere stimmte der Marktgemeinderat geschlossen zu.

In dieser Sitzung kamen auch Kämmerei und Kasse zu Wort. Über die Änderung der Zahlungsmodalitäten für Wasser und Abwasser informierte Verwaltungsangestellter Michael Koch. Der bisherige Abrechnungszeitraum von 15 Monaten soll bürgernaher gestaltet werden. In diesem Jahr solle zum ersten Mal am 30. September abgelesen und berechnet werden mit dem Effekt, dass alles, was im Kalenderjahr verbraucht, auch im selben Jahr bezahlt werden solle.

Die Gebührenschuld solle an drei Fälligkeitsterminen bezahlt werden, jeweils am 30. März, 30. Juni und 30. September. Für die Bürger fielen dann die Vorauszahlungen auch nicht so hoch aus, betonte Koch. Die Modifizierung der Beitrags- und Gebührensatzung wurde einstimmig verabschiedet.