Fast zwanzig Minuten nach 9 Uhr erreichte dann das Gnadenbild der Oberen Pfarre, die traditionsgemäß von 16 starken Häckern auf den Schultern getragen wurden, die Untere Brücke. Während sich am Straßenrand (die Prozession zog über die Kapuzinerstraße und den Heumarkt in die Fußgängerzone) kaum Zuschauer befanden, war die Beteiligung an der Prozession selbst sehr groß - laut Polizei mehrere Tausend Gläubige. Zudem wartete eine große Anzahl an gläubigen Menschen vor der Martinskirche, wo sich die beiden Muttergottesfiguren gegenüberstanden: die Freudenreiche der Oberen Pfarre und die Schmerzensreiche von St. Martin.

Die erste Marienprozession fand im Jahr 1700 statt. Allerdings bewegte man sich damals noch im Pfarrsprengel. Erst ab dem Jahr 1702 ging man nach St. Martin.