Eine Handvoll Gläubiger wartete bereits gegen 8.45 Uhr an der Unteren Brücke auf die Ankunft der Muttergottesprozession. Dabei zeigten sich die Seniorinnen sehr erleichtert, dass das Wetter mitspielte und die Muttergottes von der Oberen Pfarre "ausziehen" konnte. "Wenn es regnet und die Marienfigur nicht ausgehen kann, gibt es Krieg. Und das ist wirklich schon einmal passiert", erzählte man sich in der kleinen Gruppe. Da jedoch gestern die Sonne schien, dürfte es für das Folgejahr ein gutes Omen bedeuten.

Auch musste sich die kleine Gruppe lange gedulden, bis die Prozession den Kranen erreichte. So blieb noch genügend Zeit für einen Sonntagsmorgenplausch, und auch zwei Fahrradtouristen konnten noch aufgeklärt werden. Der Aufforderung der Damen, zu bleiben und sich die traditionelle Marienprozession anzuschauen, wollten die beiden Radler jedoch nicht nachkommen.