Zunächst waren die Schülervertreter Silke Hübner und Kai Ebitsch ein bisschen enttäuscht, dass es nicht der erste Platz war. Als sie aber von immer mehr Gratulanten beglückwünscht wurden, kam dann doch Freude über den Vizemeister-Titel aller bayerischen Mittelschulen auf.

Sowohl Sibler als auch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., lobten die Preisträger für ihre überzeugenden Konzepte: "Sie schreiben innovatives Lernen und Lehren groß, fördern die Schülerinnen und Schüler nach ihren Bedürfnissen und gehen dabei auch außergewöhnliche Wege."

Mit dem i.s.i.-Preis zeichne die Stiftung Bildungspakt Bayern Schulen aus, die konsequent an ihrer Weiterentwicklung arbeiten und dabei besonders die Qualität ihres Bildungsangebots in den Blick nehmen.
"Für mich sind die Preisträger daher Leuchttürme, die als Wegweiser für eine modellhafte Schulentwicklung dienen können", sagte Sibler. Mit dem Preis werde das große Engagement von Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern sowie externen Partnern, die sich gemeinsam in vorbildlicher Weise um die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Erziehung verdient gemacht haben, gelobt.

Der Bildungsreferent der IHK München, Florian Kaiser hielt die Laudatio auf die Scheßlitzer Schule. Er lobte die gelungene Kombination aus Mittel- und Musikschule. Die Schüler seien nicht nur regional, sondern auch überregional bekannt für ihr musikalisches Können, wofür die Grundlagen in den Bläserklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe gelegt würden. Persönlichkeitsentwicklung genieße einen besonderen Stellenwert. Vielfältige Angebote ermöglichten es den Jugendlichen, ihre individuellen Stärken zu finden, zu entwickeln und den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.

Beispielhaft sei das Fach ,,Lebenskompetenz” zu nennen, aber auch ganz praktisch das Auslandspraktikum der 9. Klasse in London. Herausragend für die Einbindung der Schule in ihr soziales Umfeld sei das ,,Scheßlitzer Pausenbrot” - ein Förderverein der besonderen Art. Das Netzwerk aus Ehemaligen, Eltern, Lehrkräften und Persönlichkeiten aus der Region springe ein, wenn Schüler und ihre Familien in Not geraten und auf die Solidarität ihrer Mitmenschen angewiesen seien.

Schließlich erwähnte Kaiser ein weiteres Projekt, das es den Schülern ermögliche, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen, Erlerntes mit regionalen Partnern umzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. lm Schulgarten seien nun neben Bienen auch Wachteln zu finden; ihre Eier seien ein Geheimtipp in der regionalen Gastronomie.

"Wir mögen unsere Schüler!", so einfach erklärten Konrektorin Susanne Bonora und Rektor Norbert Renner das Erfolgsgeheimnis ihrer Schule. red