Eine freudige Nachricht hatte Dekan Hans Roppelt am Wochenende für seine Schäfchen. Wenn Roppelt im September als Pfarrer Stadtsteinach verlässt, wird es einen nahtlosen Übergang geben. Seine Nachfolge tritt Pfarrer Wolfgang Eßel an.

"Dass die Pfarrei so schnell wiederbesetzt werden konnte, ist alles andere als selbstverständlich. Oft ist es so, dass Pfarreien ohne eigenen Pfarrer bleiben müssen. Umso größer kann unsere Freude sein, dass das alles so gut geklappt hat", sagte Roppelt. Ihm fiel damit sichtlich ein Stein vom Herzen, dass seine Heimatpfarrer wenigstens in gute Hände kommt, wenn er schon nach 18 Jahren Stadtsteinach verlässt.

Erzbischof Ludwig Schick hat den neuen Pfarrer bereits ab September offiziell ernannt.

Der neue Pfarrer ist ein echter Franke. Er ist 1963 in Strullendorf bei Bamberg geboren.
Derzeit ist Wolfgang Eßel in Sambach als Pfarrer tätig, aber auch für Pommersfelden und seit letztem Jahr auch für Schlüsselau ist er zuständig. Außerdem ist er leitender Pfarrer im Pfarreienverbund Ebrachgrund und konnte in diesem Bereich seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

"Ich freue mich schon sehr", sagte Wolfgang Eßel im Gespräch mit der Bayerischen Rundschau und betonte, dass die neue Aufgabe in Stadtsteinach ihn sehr reizt. In der Region kennt er sich bestens aus. Denn nach seiner Priesterweihe in Bamberg im Jahr 1993 war er zunächst zwei Jahre Kaplan in Neustadt an der Aisch und später drei Jahre Kaplan in St. Hedwig in Kulmbach. Diese Zeit hat er nie vergessen.

Wolfgang Eßel trat 1998 seine erste Pfarrstelle in Pottenstein an und wechselte nach neun Jahren nach Sambach. Dort wirkt er nun seit sieben Jahren.

"Bei mir gab es kein Berufungserlebnis", sagt der neue Stadtsteinacher Pfarrer frank und frei. "Ich habe mich einfach immer gut in der Kirche aufgehoben gefühlt und habe die Kirche immer als guten Ort empfunden", erzählt er. So entschloss er sich, gleich nach dem Abitur Pfarrer zu werden. "Ich bin nicht spät berufen oder so", erklärt Eßel, sondern er ist aus innerer Überzeugung Pfarrer geworden.

"Ich habe mir Stadtsteinach schon angesehen und ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit dem pastoralen Team", erklärt Eßel und ist auch von der Kirche und vom ganzen Umfeld begeistert.

Welche Schwerpunkte er in seiner Arbeit setzen wird, darüber allerdings kann Eßel noch nichts sagen. "Das wäre in die Zukunft geblickt, das kann ich nicht", sagt Eßel selbst.

Doch was ist der neue Stadtsteinacher Seelsorger für ein Mensch? Offen spricht er über seine Hobbys: "Ich mag Fahrräder und Musik", verät Wolfgang Eßel und fügt noch hinzu: "Ich mag Jazzmusik!"