Der dreijährige Owen strahlte. Nach zehn Minuten hatte er es geschafft, mit Hilfe seines Vaters das mitgebrachte Körbchen nahezu randvoll mit bunten Plastik-Ostereiern zu füllen.

Während es in Deutschland Brauch, Nester und Eier im eigenen Garten oder Freien zu verstecken und die Kinder sich dabei viel Zeit nehmen können, weil sie für niemanden anderen gedacht sind, müssen amerikanische Jungen und Mädchen schnell sein.

Bei der letzten "Easter Egg Hunt" (auf deutsch: Ostereier-Jagd) in der US-Kaserne jagten rund 150 Kinder den Eiern hinterher. Diese lagen im "Friendship Park" über die gesamte Wiesenfläche verteilt. Und nach einem Startsignal rannten die Kleinen wie wild drauf los, um möglichst viele Eier zu ergattern. Schließlich wollte jedes Kind Körbchen, Eimer oder Tasche möglichst gut füllen.

Besonders begehrt bei dieser so genannten "Easter Egg Hunt" waren die goldenen Eier. Die wurden am Ende gegen sehr attraktive Preise wie Basketbälle oder Computerspiele eingetauscht.

Damit die größeren Kinder nicht zu sehr im Vorteil waren, wurden alle in vier Altersgruppen eingeteilt und jede Altersklasse bekam ein Stück Wiese zugeteilt.

Suche in vier Altersgruppen
Den bis Zweijährigen durften die Eltern beim Eiersammeln helfen; größere Kinder musstern ohne Unterstützung von Papa oder Mama auskommen. Sie durften aber mitlaufen oder die Kinder an der Hand führen. Das Einhalten der Regeln überwachte der mannsgroße "Easter Bunny", also der amerikanische Osterhase im schneeweißen Plüschkostüm. Nach dem "Sturm" auf die Ostereier ließen sich viele mit ihm fotografieren.

Leer ging niemand aus. Die bunten Plastikeier waren gefüllt mit Süßigkeiten oder kleinen Spielsachen. Und weil nach der Suche jedes erst geöffnet werden musste, waren die Kinder lange beschäftigt. Obendrein gab es für alle auch noch Hamburger und Hot Dogs und Nachspeisen. Den Imbiss wie auch die Sachpreise hatten der Frauen- und Zivilistenclub gespendet.

Ein bisschen Wehmut schwang bei den Beteiligten schin mit. Denn es war definitiv die letzte Veranstaltung für die scheidende Militärgemeinde. Ein großer Teil der noch in Bamberg verbliebenen Soldaten wird schon bald in andere Kasernen oder zurück in die USA verlegt.

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