Nachrichten werden häufig bestimmt von Kriegen, Konflikten und Krisen. Seltener sichtbar werden die Menschen, die friedensstiftend arbeiten und Gesellschaften zu heilen versuchen. Mit ihnen beschäftigt sich Publizist Michael Gleich seit vielen Jahren und berichtet weltweit aus Krisengebieten von den Akteuren, die Frieden zu schaffen versuchen.

Bei der Online-Adventsmatinee "Wie geht Frieden? Und welche Rolle spielt dabei der Journalismus?" am Sonntag, 13. Dezember, von 10 bis 12 Uhr stellt Michael Gleich ein Beispiel aus Nigeria vor: Aus der erbitterten Feindschaft eines Pfarrers und eines Imams entwickelt sich eine enge Freundschaft und ein wirksames Projekt zur Aussöhnung der Religionen.

Übertragen auf Bamberg

Michael Gleich nimmt dabei die Rolle des konstruktiven Journalisten ein, der seinen Blick auf die Aussöhnung richtet, dabei aber nicht die Frage der Wirksamkeit außer Acht lässt. Im zweiten Teil der Matinee soll das Beispiel auf andere Bereiche des Lebens und des Journalismus übertragen werden. Gemeinsam mit Michael Gleich und dem Leitenden Redakteur des Fränkischen Tags Bamberg, Michael Memmel, soll diskutiert werden, welche Rolle ein konstruktiver Journalismus einnehmen kann - und an welchem Punkt jeder selbst gefordert ist, Differenzen zu überbrücken, friedensstiftende Akteure zu unterstützen und zur Beilegung von Konflikten beizutragen.

Bitte anmelden

Die Adventsmatinee findet online über die Plattform Zoom statt. Eine Anmeldung vorab ist notwendig und wird bis zum 12. Dezember hier angenommen.

Die Veranstaltung wird durchgeführt von den Naturfreunden Bamberg mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg. Sie wird gefördert von der "Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Unterstützt wird sie von der Stärkenberatung der Naturfreunde in Bayern.

Zur Person: Michael Gleich

Der Publizist Michael Gleich, Jahrgang 1960, engagiert sich nach Tätigkeiten als Reporter für GEO, stern, natur und "Die Zeit" heute in multimedialen Projekten zu Themen wie Umwelt, Konfliktlösungen und kultureller Vielfalt. Von der internationalen Organisation Ashoka wurde er für den innovativen Ansatz des "Konstruktiven Journalismus" als einer der führenden Sozialunternehmer ausgezeichnet. Seinen publizistischen Ansatz erklärt Michael Gleich wie folgt: "Mein Journalismus ist kritisch-konstruktiv. Er sucht nicht nach dem Positiven, aber das Erkenntnis-Interesse ist lösungsorientiert und kann im besten Fall einen 'positive change' bewirken." Gleichs Arbeiten wurden vielfach preisgekrönt, u.a. mit "Wissenschaftsbuch des Jahres", dem Buchpreis der Deutschen Umweltstiftung und zweimal mit dem Medienpreis Entwicklungspolitik, verliehen vom Bundespräsidenten. Er schrieb u.a. Bücher über Mobilität, Biodiversität und lebende Netzwerke.