"Es ist vollbracht", rief ein sichtlich erfreuter Werner Dippold, geschäftsführender Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bamberg den geladenen Gästen, Eltern und Kindern zu. Anlass war die offizielle Eröffnung der Kinderkrippe Sylvanersee in der Gaustadter Dr.-Martinet-Straße. In Betrieb genommen wurde die Kinderkrippe schon im März letzten Jahres und damit ein langgehegter Wunsch der Gaustädter Eltern verwirklicht.

In die Tat umgesetzt werden konnte dieses Projekt, weil gegenüber dem Kindergarten ein ehemaliger Einkaufsmarkt seit langem leer stand und sich zunehmend zu einem Schandfleck für die ansonsten ansprechende Wohngegend entwickelte. Mit dem Eröffnungsfest ging auch eine Namensänderung einher: Jetzt heißt das ganze Kinderprojekt "Haus für Kinder Sylvanersee", finden doch jetzt 75 Kinder in den Betreuungsbereichen Kinderkrippe, Kindergarten und Hort die Möglichkeit, vom Säuglingsalter bis hin zum Schuleintritt bestens betreut zu werden.

Richtig Geld in die Hand nahmen die Stadt Bamberg und die Awo für den Umbau. 550.000 Euro kostete die Gesamtmaßnahme, 300.000 Euro steuerte dabei die Stadt Bamberg zu. Ein Dank Werner Dippolds galt den Mitarbeitern der Kindertagesstätte mit ihrer Leiterin Susanne Langhammer-Kempf, die die Baumaßnahme tatkräftig unterstützten und als kleines Dankeschön einen Gutschein für einen Teamausflug erhielten.

Familienfreundlichkeit

Als Festredner stellte der Bamberger Bürgermeister Werner Hippelius (CSU) fest, dass die Stadt und auch der Stadtrat einstimmig die Schaffung dieses noch nicht vorhandenen Betreuungszweiges befürworteten. Von dieser Maßnahme profitierten alle Gaustädter Familien und dies sei ein Zeichen für eine große Familienfreundlichkeit, denn, so Hippelius, ohne Kinder hätten Kommunen keine Zukunft.

Zwölf Krippenplätze wurden neu geschaffen, dazu sechs neue Arbeitsplätze. Auf 300 Quadratmetern Aufenthaltsfläche finden die zwischen acht Monaten und drei Jahre alten Krippenkinder nun einen großen Gruppenraum, Sanitärräume für die Minis und Erwachsenen, ein Kinderrestaurant, eine Küche und einen Personalraum vor, im Sommer lädt ein kleiner Garten zum Verweilen ein. Glück- und Segenswünsche überbrachten der Gaustädter Pfarrer Salomon und Daniela Reinfelder als Vorsitzende des Gaustädter Bürgervereins.