Ein stinkender, glänzender Ölfilm auf dem Wasser des Rhein-Main-Donau-Kanals in Bamberg hat am Samstagvormittag zu einem Einsatz der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei geführt. Die Ölschicht war laut Stadtbrandinspektor Ewald Pfänder so dünn, dass ein Absaugen nicht ohne Weiteres möglich war. Die Ursache der Umweltverschmutzung ist bisher ungeklärt.
"Wir wurden gegen 10 Uhr gerufen, weil zwischen Luitpold- und Kettenbrücke der Ölfilm entdeckt worden ist", berichtet Pfänder. "Es hat unheimlich stark nach Dieselöl gestunken und der Film hatte sich stark in die Länge gezogen." Eine Überprüfung mit Ölmesspapieren ergab, dass es sich um eine hauchdünne Schicht handelte. Zu dünn, um mit den sogenannten Absorberschläuchen viel auszurichten, so der Stadtbrandinspektor. Außerdem hätte die Maßnahme eine Sperrung des Schiffsverkehrs erfordert. In Abstimmung mit der Wasserschutzpolizei und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt verzichteten die Einsatzkräfte wegen der Kleinmenge darauf.
Die Ursache für den Ölfilm ist weiter unklar. Zwei Schiffe, die vorher auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal unterwegs waren, wurden von der Wasserschutzpolizei überprüft, es wurden jedoch keine Mängel festgestellt. Die Beamten waren auch am Sonntag auf dem Kanal im Einsatz, um nach möglichen weiteren Ölfilmen Ausschau zu halten. (szs)