Nach dem vierten Anlauf hat sie es endlich geschafft: die 22-jährige Elisabeth Varsamis aus Georgensgmünd (Landkreis Roth) darf sich nun ein Jahr lang "Miss Bamberg" nennen. Im Danceclub Agostea konnte sich die stellvertretende Filialleiterin eines Bekleidungsgeschäftes am Osterwochenende gegen ihre neun Mitbewerberinnen durchsetzen. "Bisher bin ich zweimal Zweite und einmal Vierte geworden, umso mehr freue ich mich, dass es in Bamberg nun geklappt hat. Mein Glückskleid scheint mich nicht im Stich gelassen zu haben", strahlte die glückliche Gewinner nach der Wahl. Dieses "Glückskleid" - ein silbern, glitzerndes und figurbetontes Minikleid - hat die gelernte Modeschneiderin übrigens selbst genäht. "Ich wollte ein eigenes Kleid haben, welches nicht von der Stange, sondern individuell angefertigt ist und mit dem ich mich von meinen Mitbewerberinnen hervorheben kann", sagte sie.

Obwohl die 22-Jährige schon mehrmals auf den Laufsteg gestanden hat, war sie doch mit einem leichten Kribbeln im Bauch nach Bamberg gefahren. Allerdings, so schilderte sie, habe sich ihre Aufregung schnell gelegt. "Als ich vor dem Publikum stand und mich präsentierte, wurde ich zusehends ruhiger." Den Vorwurf, Miss-Wahlen seien reine Fleischbeschauungen, könne sie nicht teilen. Sie wisse schließlich auf was sie sich einlasse. "Zudem war die Atmosphäre und das Publikum in Bamberg sehr angenehm. Meine bisherigen Miss-Wahlen fanden meist in Bierzelten statt", erläuterte sie.


Model-Karriere gut vorstellbar


Überhaupt könne sich Elisabeth Versamis auch gut vorstellen, professionell auf dem Laufsteg zu arbeiten. Einen Aufenthalt im "Miss Germany Camp" würde sie ebenso wenig ausschlagen. Jetzt aber freut sie sich erst einmal auf die nächste Etappe: die Wahl zur "Miss Bayern", für die sie sich als Siegerin automatisch qualifizierte. Den zweiten Platz belegte die 26-jährige Referendarin Sandra Schmid; auf den dritten Rang kam die 21-jährige Kosmetikerin Sabrina Friedrich. Auch die beiden nehmen demnächst an der Miss Bayern Wahl teil.

Bei der Wahl um den Titel "Mister Bamberg" konnte der KFZ-Servicemechaniker Angelino Rath einen Erstlingssieg erlangen. Ihm gelang es, bei den Männern seine drei Mitkonkurrenten hinter sich zu lassen. Und dabei wollte der 18-Jährige aus dem oberpfälzischen Tirschenreuth eigentlich bei dem Modelwettbewerb erst gar nicht teilnehmen. "Ich wurde gezwungen, bei der Wahl mitzumachen", scherzte er. "Denn meine Schwester hat mich ohne zu fragen einfach angemeldet." Da er ihr den Gefallen nicht abschlagen wollte, hat er sich dem Wettbewerb gestellt. Umso mehr war der Azubi aus der Oberpfalz überrascht, als die Wahl auf ihn fiel. Und anscheinend ist er nun auf den Geschmack gekommen: denn bei der anstehenden "Mister Bayern"-Wahl wolle er ebenso teilnehmen. Sein Beruf, so betont der 18-Jährige, stehe jedoch für ihn nach wie vor an erster Stelle.

Ein zweiter und dritter Platz wurde bei den Herren nicht vergeben. Dafür haben sich alle vier Teilnehmer für die Wahl um den "Mister Bayern" qualifiziert.