An einer Grund- und Mittelschule im Landkreis Bamberg ist es am Donnerstagvormittag (24. März 2022) zu einem gefährlichen Unfall gekommen, bei dem ein Kran auf eine Turnhalle kippte. Dabei entstand ein hoher Schaden.

Gegen 9.35 Uhr fuhren Arbeiter in Litzendorf den zirka 60 Meter langen Teleskoparm eines Krans aus und bewegten ihn über den Baustellenbereich der neu errichteten Turnhalle. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der 16 Tonnen schwere Kran dabei aus dem Gleichgewicht und kippte nach hinten um. Dadurch hoben sich sogar die Vorderreifen des Lastwagens, an dem der Kran befestigt war, vom Boden ab, wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilt.

Kran kommt aus dem Gleichgewicht und beschädigt Turnhalle

Erst durch einen senkrechten Stahlbetonträger der Turnhalle konnte die Baumaschine gestoppt werden. Durch den Aufprall des Krans auf dem Dach entstand zwar ein hoher Sachschaden an der Außenfassade von rund 150.000 Euro, ein Statiker konnte aber bestätigen, dass die darunter liegende Dachkonstruktion nicht weiter beeinträchtigt wurde. Das Dach sei somit nicht einsturzgefährdet.

Bei dem Unfall wurden keine der umherstehenden Personen oder Arbeiter verletzt. Auch die Halle war zu diesem Zeitpunkt leer.

Die Kriminalpolizei Bamberg übernahm die Ermittlungen zur Unfallursache. Bei einer ersten Begutachtung vor Ort waren zudem eine Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Bamberg sowie Vertreter des Gewerbeaufsichtsamts und der Berufsgenossenschaft anwesend.

Kripo und Staatsanwaltschaft nach Unfall eingeschaltet

Außerdem wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter die Kriminalbeamten unterstützen. Kern der Ermittlungen wird sein, herauszufinden, ob es sich bei dem Unfall um einen Bedienungsfehler handelte, Sicherungseinrichtungen missachtet wurden oder gar ein technischer Defekt am Fahrzeug der Auslöser war. Für die anstehenden Untersuchungen wurde der Kran sichergestellt.

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Vorschaubild: © Britta Pedersen/dpa (Symbolfoto)