Die Vorgehensweise der designierten Intendantin stößt auf breite Empörung bei den Theatergängern. Mit Abokündigungen wird gedroht, fehlende Moral beklagt, doch wird nicht dadurch der so heiß herbeigesehnte "frische Wind" im Keim erstickt?

Liebe Bamberger, freut euch auf neue Ideen, andere Gedanken und unbekannte Menschen! Nehmt die Menschen, die zukünftig am E.T.A.-Hoffmann-Theater künstlerisch arbeiten werden, interessiert auf und lasst euch überraschen, wie Theater noch sein kann. Mit einer Empörungswelle schadet ihr langfristig dem Theater eurer Stadt und gefährdet seine Existenz. Die Schauspieler brauchen kein Mitleid.

Sie wissen genau, worauf sie sich eingelassen haben. Auf einen Job ohne Sicherheit und Kontinuität, auf einen Vertrag, der viele Rechte anderer Arbeitnehmer ausschließt und auf ein absurd niedriges Gehalt.
Und trotzdem erfüllen sie ihn mit Können, Leidenschaft und Herzblut - heute noch in Bamberg, demnächst eben woanders. Die machen das schon!

Leserin Sandra Fleige aus Weil der Stadt in Baden Württemberg zum Artikel "Am Bamberger Theater sollen Köpfe rollen"vom 29. September 2014.