Donnerstagnachmittag musste der Güterzug der Deutschen Bahn zwischen den Bahnhöfen Buttenheim und Hirschaid auf freier Strecke einen ungeplanten Stopp einlegen. Bei der routinemäßigen Sichtkontrolle war das Leck am drittletzten Waggon des über einen halben Kilometer langen Güterzuges aufgefallen.

Der Zug wurde angehalten, Feuerwehren und Katastrophenschutz zu diesem Gas-Alarm-Einsatz gerufen. Nach der provisorischen Abdichtung des leckenden Ventils am drittletzten Waggon wurde ein Techniker der Firma Linde angefordert, da die letzten drei Waggons mit Kohlendioxid gefüllt waren, das für Linde bestimmt war.

Gebiet großräumig abgesperrt


Naturgemäß dauerte es, bis der Techniker aus dem Großraum Würzburg-Frankfurt vor Ort war, so Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann. Die Feuerwehren hatten das Gebiet rund um den Güterzug großräumig abgesperrt, Atemschutzgeräteträger als erste die Situation erkundet, Messungen am leckenden Tankwaggon vorgenommen. Der Katastrophenschutz des Landkreises, Polizei, Bundespolizei, Sanitäter waren vor Ort.

Wie der Linde-Techniker herausfand, war ein Ventil die Ursache für das Leck. Bevor es repariert werden konnte, musste erst Druck aus dem Kesselwaggon genommen werden. Im Zuge der Nachstunden konnte ein Großteil der Einsatzkräfte abrücken, die Feuerwehr Hirschaid oblag dann die Ausleuchtung des Einsatzortes. Da sich ein Hubschrauber der Bundespolizei nach einem anderen Einsatz auf dem Rückflug befand, beauftragten die Bundespolizisten an der Strecke diesen mit Luftaufnahmen vom Unfallort, erklärt Bernhard Ziegmann den Hubschrauber-Einsatz, der in der Bevölkerung für Aufsehen sorgte, wie Mails an den Fränkischen Tag zeigen.