Eine der vornehmsten Pflichten eines Landrats oder eines Oberbürgermeisters ist es, vor dem Fest an Krankenbetten Trost zu spenden. Oberbürgermeister Andreas Starke nahm sich für seine Rundgänge in den Kliniken am Michelsberg und Bruderwald viel Zeit. Christkind Ariana und der Weihnachtschor begleiteten das Stadtoberhaupt zur Bescherung in die Kinderklinik.

Zuvor fand die Weihnachtsfeier im Klinikum am Bruderwald statt. In seiner Ansprache zitierte der Oberbürgermeister den amerikanischen Dichter Ralph Waldo Emerson: "Das Leben ist so reich und vielgestaltig, dass es uns in jeder Ausweglosigkeit Lichtblicke sendet für neue Wege und Möglichkeiten, sofern wir uns diesem Licht öffnen und an seine Wirkung in uns glauben." Auch Weihnachtsfeiern wie jene in den Bamberger Kliniken senden laut Starke jene Lichtblicke, "wenn es uns gelingt, unsere Augen und Herzen für die Besinnlichkeit dieses Festes wieder zu öffnen".

Starke sprach vor zahlreichen Patienten und Mitarbeitern, die die Einladung zur Weihnachtsfeier im Klinikum am Bruderwald angenommen hatten. Sie sangen sich, unterstützt vom Sozialstiftungs-Weihnachtschor unter Leitung des Musiktherapeuten Rolf Nikolay, eine Woche vor dem Heiligen Abend in festliche Stimmung.

Hol- und Bringdienst eingerichtet

Der Raum Residenz war festlich geschmückt. Für Patienten, die den Weg vom Krankenzimmer ins Erdgeschoss nicht selbst bewältigen können, hatten die Pflegekräfte einen Hol- und Bringdienst organisiert. Und so standen Patienten in ihren Betten und Rollstühlen aufgereiht direkt neben dem Weihnachtsbaum. "Gerade zur Weihnachtszeit sind solche Zeichen der Verbundenheit außerordentlich wichtig. Denn die Patienten spüren dann besonders ihr Abgeschnittensein von Familie, Freundeskreis und vom normalen Alltag", sagte Oberbürgermeister Starke. Weihnachten sei für Christen ein Fest der Hoffnung und des Vertrauens in Gottes Liebe und seiner Solidarität mit den Menschen.