Seit dem Frühjahr 2008 hatte sich der Man aus dem südlichen Landkreis Bamberg mehr als drei Jahre lang in mindestens 45 Fällen an den beiden Söhnen einer ihm bekannten Familie sexuell vergangen. Der Jüngere war damals erst acht, sein älterer Bruder neun Jahre alt, als sie für den Mann nackt posieren und sich anfassen lassen mussten. Angelockt hat er sie mit Computerspielen. Gleichzeitig nahm er ihnen das Versprechen ab, den Eltern auf keinen Fall davon zu erzählen. Als sich einer der Jungen doch der Mutter anvertraute, brach für sie eine Welt zusammen. "Die ganze Familie ist durch diesen Vertrauensmissbrauch in ihren Grundfesten erschüttert", formulierte Vorsitzender Richter Manfred Schmidt. Rund 4000 kinderpornografische Fotos fand die Polizei bei dem Angeklagten, 1000 davon zeigen die beiden Buben.

Bei der Strafzumessung wertete das Gericht sein umfassendes Geständnis und die Tatsache, dass die Taten von "eher niederschwelliger Natur" gewesen seien, zugunsten des Angeklagten. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass der zuvor unbescholtene Mann jemals gewalttätig geworden sei. Zu seinen Lasten zählte, dass er eine Vertrauensstellung über einen langen Zeitraum "dauerhaft und gravierend verletzt hat".