Erstmals hat sich Stadtmarketing zum neuen Einzelhandelsprojekt „Quartier an der Mauer“ geäußert, das bis 2011 wischen Langer Straße und ZOB entstehen soll: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass in der Stadt 11 000 Quadratmeter große Handelsflächen gebaut werden, ohne das ein einziger neuer Parkplatz geschaffen wird“, sagte gegenüber dem FT der Vorsitzende von Stadtmarketing, Alfons Distler, der auch Geschäftsführer von Karstadt ist. Eine Erweiterung der Handelsfläche in der Innenstadt um etwa 20 Prozent funktioniere nicht mit einer Verkehrsberuhigung, sondern müsse durch den Bau einer neuen Parkgarage flankiert werden.Wie Vorstandsmitglied Michael Genniges sagte, sei Stadtmarketing nicht grundsätzlich gegen das Innenstadtprojekt, in das Sparkasse und Stadt große Hoffnungen setzen. „Ein solches Zentrum braucht 10 000 bis 15 000 Menschen am Tag, um sich zu rechnen. Wir fürchten einen Verdrängungswettbewerb, wenn es nicht gelingt, neue Kundenströme nach Bamberg zu ziehen.“ Dies ist nach Ansicht von Stadtmarketing aber unweigerlich damit verbunden, dass neue Parkplätze geschaffen werden. Immer wieder hätten Studien ergeben, dass die Besucher aus dem Umland in Bamberg einen Mangel an Stellflächen beklagen. Konkret denken Distler und Co. an die schon vielfach ins Gespräch gebrachte Tiefgarage unter dem Schönleinsplatz. Nur mit ihr sei auch darüber nachzudenken, ob man eine Verkehrsberuhigung in der Langen Straßen angeht, meinte Vorstandsmitglied Pius Schiele, der auch der Interessengemeinschaft Lange Straße führt.

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