Eine große, halbrunde Scherbe hat es ihm angetan. "Sehen Sie die Aufschrift 'Herzogthum Nassau'? Das Teil gehört sicher zu einer Mineralwasserflasche", sagt Günther Reiss. Schwefelhaltiges Mineralwasser wurde früher oftmals als Heilmittel angesehen und in eben solchen stabilen Ton- oder Keramikflaschen per Post verschickt. Reiss ist gespannt, wie viel der Flasche sich noch rekonstruieren lässt. Denn danach ließe sich eine genauere Recherche zum Kurbetrieb Nassau anstellen, welche wiederum mehr Informationen über die Datierung der Mineralwasserflasche ermöglicht.

Reiss hilft als ehrenamtlicher Laie und engagierter Mithelfer an der Inventarisierung der archäologischen Funde von Burg Lisberg mit.