Sebastian (17) und seine drei Mitstreiter Johannes (18), Selina (13), Michelle (13), kennen ihre Marktgemeinde wie aus dem Effeff und trotzdem war am Samstag alles anders. Ihre Heimatwehr richtete den Bezirksjugendleistungsmarsch der Jugendfeuerwehr Oberfranken aus und verwandelte die Marktgemeinde in eine Feuerwehrhochburg.



Voller Eifer startet Sebastians Gruppe zur ersten von insgesamt zwölf Stationen, an denen sich Jugendfeuerwehren aus ganz Oberfranken an diesem Samstag beweisen müssen. "Unser Ziel ist es, eine Platzierung im Mittelfeld zu erreichen", versichert Sebastian, ehe es in den markierten Wertungsbereich geht. Vor dem alten Bahnhof müssen die Vier jeweils einen Beutel mit einer Leine zielgenau auf der Länge von sieben Meter zwischen zwei einen Meter auseinanderstehenden Pfosten versenken und dabei das Ende nicht loslassen.

Etwas geknickt verlässt Sebastian die erste Station mit 32 Fehlerpunkten seiner Gruppe, doch schon vor der Steigerwaldhalle ist wieder Mannschaftsgeist gefragt. Mithilfe eines speziellen Knotens muss ein Strahlrohr sicher an einer Leine hinauf befördert werden. Schnelle Kommandos, Konzentration und für Außenstehende vnverständliche Begriffe wie Mastwurf, Halbschlag, C-Schlauch, und Kupplungsschlüssel kennzeichnen die Prüfungen.

Sebastian freute sich schon seit Wochen auf den fünf Kilometer langen Rundkurs, bei dem alle wichtigen Punkte in Burgebrach Schauplatz einer Prüfung waren. Auch Wettbewerbsleiter Gerold Schneiderbanger und Bezirksjugendfeuerwehrwart Stefan Steger, die den zweieinhalbstündigen Rundkurs mit Sebastians Gruppe zurücklegten, zeigten sich von der Kulisse sowie der Organisation begeistert.

Sie bedankten sich, in Ihren Ansprachen an die Jugendlichen im Feuerwehrzentrum, bei den Verantwortlichen Florian Thienel, Kommandant Helmut Fischer und Kreisbrandinspektor Friedrich Riemer. Letzterer bedankte sich wiederum bei Bürgermeister Georg Bogensperger für die unkomplizierte Abwicklung. Kreisjugendfeuerwehrwart Edgar Dünkel erhielt in diesem Rahmen die silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrbandes für seine geleistete Arbeit in der Jugendfeuerwehr.

Sebastian, Johannes, Selina und Michelle, die meistern nach und nach die Aufgaben Kübelspritzen, Zuordnen von Geräten, Testfragen und C-Schlauch ausrollen, ehe sie zur Gruppenübung "Saugschlauch kuppeln" kommen. Insgesamt 38 Mal müssen vor dem Bürgerhaus vier Saugschläuche und Leinenmaterial schnellstmöglich zusammengekuppelt - ohne ein Wort zu verlieren.

So ist es auch bei Sebastian; nur Mimik und Augenkontakt sind zu erkennen und nach null Fehlerpunkten auch wieder ein Lächeln. Im Feuerwehrzentrum angekommen, erzählt Sebastian, dass er mit der Leistung zufrieden ist. Er freuet sich auf eine gute Verpflegung und das extra organsierte Rahmenprogramm.

Am Ende reicht es für Sebastian und seine drei Mitstreiter nicht für einen der vorderen Plätze. Sieger wurden die Teilnehmer aus Seußen/Landkreis Wunsiedel vor den zweitplatzierten Weidenbergern/Landkreis Bayreuth und den Dritten aus Lichtenfels.